Nürnberg - Der Irankrieg sorgt für erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr. Auch am Albrecht Dürer Airport Nürnberg sind die Auswirkungen spürbar: Sundair streicht den Direktflug nach Beirut. Ob Eurowings am 10. März nach Erbil fliegen wird, ist ungewiss.
01.03.2026 18:36 Uhr

Die beiden Verbindungen von Nürnberg nach Beirut und Erbil stehen seit Inkrafttreten des Winterflugplanes Ende Oktober im System des Albrecht Dürer Airports. Nun sorgt seit dem gestrigen Samstag, 28. Februar, der Irankrieg für Verwerfungen im Flugverkehr. Davon betroffen sind auch die beiden Ziele.

So wurde der wöchentliche Flug von Nürnberg nach Beirut am kommenden Dienstag, 3. März, gestrichen. Die Fluggesellschaft Sundair schreibt auf ihrer Homepage: „Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten wird Sundair alle Libanon-Flüge bis 4.3.2026 aussetzen. Sundair bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten.“ Laut Airline können Passagiere kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten „den vollständigen Ticketpreis zurück“.

Der nächste Eurowings-Flug von Nürnberg nach Erbil am 10. März?

Seit dem Winterflugplan bietet Eurowings, ebenfalls jeden Dienstag, eine Verbindung nach Erbil an. Der nächste Flieger in die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak soll laut Buchungssystem am 10. März abheben. Ob der Flug tatsächlich durchgeführt werden kann, bleibt abzuwarten. Aktuell fliegt die Lufthansa-Tochter Erbil bis einschließlich 8. März nicht an - so hat sie es auf ihrer Homepage angekündigt. Fluggäste können ebenfalls ihr Reisedatum ändern oder ihr Ticket kostenfrei stornieren.

Nach der militärischen Eskalation zwischen Israel, USA und Iran hat das Auswärtige Amt die Reise- und Sicherheitshinweise für den gesamten Nahen Osten erhöht. Die Behörde warnt vor Reisen nach Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Bis einschließlich 8. März - Stand heute - werden folgende Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Qatar, Kuweit, Bahrain Dammam und Iran. Neben Lufthansa reagierten auch andere Airlines auf die Entwicklungen. Air France und Turkish Airlines - beide verbinden Nürnberg mit ihren Drehkreuzen in Paris beziehungsweise Istanbul - setzen Flüge in betroffenene Regionen aus.

Seit Samstag sind zahlreiche Menschen infolge der Raketenangriffe gestrandet, unter anderem am wichtigen Drehkreuz in Dubai, das viele nutzen, um von Europa über die Emirate nach Asien oder Australien zu reisen.