
Monatelang herrschte Stillstand auf der Baustelle. Nun endlich wird der Aufbau der neuen Gebäudestruktur mit der Montage der ersten Holzbauteile im Erdgeschoss des Martin-Behaim-Gymnasiums sichtbar. Das teilte die wbg Kommunal, die das Projekt im Rahmen einer Öffentlich-Öffentlichen Partnerschaft umsetzt, mit. Auftraggeber des Projekts ist die Stadt Nürnberg.
Eigentlich sollten die 1500 Schülerinnen und Schüler sowie die rund 150 Lehrkräfte ihren neuen Campus bereits im Schuljahr 2026/27 beziehen. Doch der ursprüngliche Zeitplan verschiebt sich auf das Jahr 2028. Grund sind nach Angaben der wbg Kommunal Mängel und Verzögerungen in der Planung sowie in der Bauvorbereitung. Erschwerend sei die Insolvenz des beauftragten Fachplanungsbüros für Heizung, Lüftung und Sanitär hinzugekommen.
Baustelle Behaim-Gymnasium: Neuplanung dauerte ein Jahr
Ein Jahr nahm die Neuplanung für den Holzbau in Anspruch, jetzt konnte mit dem Aufbau begonnen werden. Laut der Pressemitteilung der wbg Kommunal werden die Holzstützen und -träger für die weiteren Obergeschosse derzeit produziert, „sodass nach und nach die Montage erfolgen kann“.
Stadtkämmerer Thorsten Brehm: „Die Rahmenbedingungen im Bauwesen waren zuletzt außergewöhnlich herausfordernd. Das hat sich auch in den steigenden Preisen bemerkbar gemacht. Hinzu kamen Probleme mit ausführenden Firmen, die den Bauablauf massiv belastet haben.“ Stadt und wbg Kommunal hätten gemeinsam Verantwortung übernommen und Schritte eingeleitet, „um die Baustelle wieder zu stabilisieren und voranzubringen“.
Schulreferentin Cornelia Trinkl betont: „Verzögerungen sind bedauerlich, aber entscheidend ist, dass wir Qualität sichern und strukturiert vorgehen. Denn hier entsteht ein Lernort, der neue pädagogische Konzepte ermöglicht und zugleich nachhaltig gebaut wird.“ wbg-Geschäftsführer Ralf Schekira bedankte sich für das „engagierte Krisenmanagement“. Die wbg Kommunal ist nach eigenen Angaben gerade dabei, eine Entschädigung für die entstandenen zusätzlichen Kosten auf rechtlichem Weg zu klären. Aus diesem Grund ist derzeit noch unklar, wie teuer das Projekt für die Stadt insgesamt wird.


1 Kommentar
M95L
...Martin Beheim wird mit seiner Weltkugel in einem außergewöhnlichen Haus gewürdigt werden...
28.02.2026 09:37 Uhr