Erlangen - Haushaltsausschuss bewilligt 554 Millionen Euro für drei Projekte der FAU in Erlangen.
27.02.2026 10:40 Uhr

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat drei Bauprojekte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) freigegeben, teilt diese mit. Dabei handelt es sich um den Umbau und die Sanierung des früheren Siemens-„Himbeerpalastes“ in der Erlanger Innenstadt sowie um den Neubau des nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums und die Verkehrszuführung um ein neues Parkhaus am Campus Erlangen Süd.

Für den Umbau des „Himbeerpalasts“ genehmigte der Ausschuss 363,6 Millionen Euro. Das Gebäude wird in den kommenden Jahren für die universitäre Nutzung umgebaut und zu einem Seminar-, Büro- und Bibliotheksgebäude umfunktioniert. Nach dem Umbau werden dort der größte Teil der Philosophischen Fakultät und der Fachbereich Theologie der Universität mit über 7000 Studierenden sowie 1000 Mitarbeitern hier untergebracht. Zusätzlich entstehen das neue Sprachenzentrum, eine Cafeteria und ein Servicezentrum für Studenten. Das Bauvorhaben umfasst auch die Integration einer Zweigbibliothek, die das denkmalgeschützte Gebäude zum Innenhof hin ergänzen wird. Insgesamt entstehen durch das Projekt über 28.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche.

Bayern investiert 178,9 Millionen Euro in neues Hochleistungsrechenzentrum Erlangen

Das Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen erhält eine moderne, energieeffiziente und skalierbare Infrastruktur. Das Zentrum soll die wachsenden IT-Bedarfe in den Bereichen Simulation, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Datenanalytik bedienen. Nach dem Vorbild des Leibniz-Rechenzentrums Garching entsteht damit ein zweiter IT-Standort in Bayern, der als wissenschaftliches Hochleistungsrechenzentrum mit Forschenden in der Region und ganz Deutschland zusammenarbeitet.

Nach der bereits bewilligten Erschließung genehmigte der Haushaltsausschuss nun den Bau des Rechner- und des Betriebsgebäudes. Dafür stehen 178,9 Millionen Euro zur Verfügung. Neben dem Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen werden auch die Technik und das technische Personal des Regionalen Rechenzentrums Erlangen im neuen Zentrum untergebracht. Für die Zukunft ist ein drittes Modul für die Verlagerung der Büros aus dem derzeitigen Regionalen Rechenzentrum Erlangen vorgesehen.

Erschließung für zweiten Bauabschnitt des Chemikums

Die Summe von 11,6 Millionen Euro hat der Haushaltsausschuss für Erschließungsmaßnahmen genehmigt, die im Zusammenhang mit einem weiteren Großbauprojekt der Universität stehen. Dabei handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt des Chemikums. Die drei Bauprojekte stellen einen wichtigen Schritt in der Standortentwicklung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg dar. Die Investitionen in die Infrastruktur sollen die Forschungs- und Lehrbedingungen an der Universität verbessern und die Position als Wissenschaftsstandort stärken.