Nürnberg - Hilde und Victoria Pohl sind ein ganz besonderes Mutter-Tochter-Gespann: Im Podcast „Mit.Menschen“ sprechen die beiden Nürnberger Pianistinnen über Familie, Flow, Franken und Friseurbesuche.
25.02.2026 12:29 Uhr

Sie spielen vierhändig Klavier und verstehen sich auch jenseits der Bühne bestens: Hilde und Victoria Pohl sind ein ganz besonderes Mutter-Tochter-Gespann. Die beiden sympathischen Nürnbergerinnen teilen die Leidenschaft für Jazzmusik, tragen auf der Bühne meist das gleiche Outfit und haben beide als Markenzeichen eine lange blonde Mähne. Die Mutter, Hildegard, ist in Stuttgart aufgewachsen und studierte dann in Nürnberg am Meistersinger-Konservatorium Klavier. 2019 wurde sie mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Preis ausgezeichnet.

Ihre Tochter Victoria ist gebürtige Fränkin, dank ihrer Eltern - Schlagzeuger Yogo Pausch ist ihr Vater - wurde ihr die Musik quasi in die Wiege gelegt. In Nürnberg studierte die 34-Jährige Klavier und in Wien Jazz-Piano und ist auf sämtlichen Bühnen der Region mit ihrer Mutter im Duo zu erleben. Damit nicht genug, spielen beide auch noch in mehreren eigenen Formationen.

Beim gemeinsamen Musizieren tritt das Ego zurück

Im Podcast „Mit.Menschen“ erzählen sie im Gespräch mit Anette Röckl, wie es ist, als Mutter und Tochter gemeinsam zu musizieren und ob es auch mal knallt bei ihnen. Es darf verraten werden: ja. „Wer sagt - auch in einer Beziehung - es läuft immer alles gut, der ist nicht ehrlich“, findet Hilde Pohl. Im Podcast beschreiben sie den Zustand, den sie beim gemeinsamen Musikmachen erreichen, wenn das Ego für ein gemeinsames Ziel zurücktritt, warum Anspannung vor einem Auftritt gut ist und wer von beiden nicht mit leerem Magen auf die Bühne gehen kann.

Wer denkt, beim Komponieren müsse einen nur die Muse küssen, liegt daneben. „Dass mir eine Melodie nur mal so zufliegt, das ist höchst selten“, sagt Victoria Pohl und erzählt, wie tief sie eintauchen muss und über die Anstrengung, die damit verbunden ist - aber auch das Glück. Nachts träumt sie schon mal von der perfekten Komposition. Für ihre Mutter ist schlafen dagegen nur ein notwendiges Übel. Sie würde am liebsten nachts um zwei ins Bett gehen und um 6 Uhr morgens topfit aus dem Bett springen. „Das klappt aber leider nicht“, erzählt sie lachend.

Warum die wilde Hilde nicht gern zum Friseur geht

Im Podcast sprechen die Musikerinnen über fränkisches Publikum, fränkische Mentalität und was passiert, wenn man als Schwäbin beim Bäcker Menschen einfach anquatscht. Sie verraten ihren Nürnberger Lieblingsort, den Flughafen - aber nicht um wegzufliegen - und wie und wo sie am besten zur Ruhe kommen. Und warum sie sich von ihren langen blonden Haaren nicht trennen würden und für die „wilde Hilde“ das Thema Friseur in der Beliebtheit gleich nach dem Zahnarztbesuch kommt.

Info: Am 14. März ist Premiere von „Someday Chopin will swing“ mit dem Hildegard-Pohl-Trio (Hubertussaal) und am 28. März kann man Pohl & Pohl im Dehnberger Hoftheater („Pianowunderland“) erleben.

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