
Unter dem Motto „Erfolg funktioniert nur gemeinsam“ hat SPD-Bürgermeisterkandidat Felix Müller beim traditionellen Fischessen sein Programm vorgestellt. Viele Michelfelder, Nasnitzer und Pferracher erwarteten laut einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten gespannt auf den jungen Anwärter auf den Rathaussessel.
Es war ein besonderer Abend auch für Müller, der an diesem Tag seinen 33. Geburtstag feierte und dem die Gäste im vollen Gasthaus Schindler ein Ständchen sangen. Vorsitzender Peter Danninger bedankte sich für Müllers Einsatz mit einem Präsent und betonte, dass 2020 in 95 bayerischen Gemeinden die gewählten Bürgermeister gleich alt oder jünger waren wie der Bewerber.
Müller blickte zunächst auf seinen Werdegang zurück: Der gebürtige Auerbacher besuchte hier die Grund- und Realschule und absolvierte seine Ausbildung zum Großhandelskaufmann bei der Baywa Technik. Nach dem Besuch der Berufsoberschule in Bayreuth studierte er Betriebswirtschaftslehre in Bayreuth und Nürnberg. Berufliche Stationen führten Müller unter anderem in die freie Wirtschaft, wo er als Prüfungsassistent und -leiter in der Wirtschaftsprüfung tätig war. Danach wechselte er an die Technische Universität München, wo er seit 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Rechnungswesen arbeitet.
Der langjährige Fußballer im Auerbacher Trikot betont seine Teamorientierung
Neben seiner beruflichen Laufbahn engagiert sich Müller seit vielen Jahren ehrenamtlich – unter anderem im Elferrat der FG Auerbach, im Fußballausschuss beim SV 08 Auerbach sowie seit 2025 als Kassier der SG Auerbach (Jugendfußball ASV Michelfeld und SV 08 Auerbach). Als langjähriger Fußballer mit über 600 Einsätzen im Auerbacher Trikot betonte er seine Teamorientierung.
Im Anschluss präsentierte Müller das Programm der SPD Auerbach für die kommenden sechs Jahre, das entlang vier zentraler Schwerpunkte aufgebaut ist: Wirtschaft & Finanzen, Moderne Verwaltung & Transparenz, Gemeinschaft & Alltag sowie Ortsteile & Umland.
Im Bereich Wirtschaft und Finanzen setzt die SPD auf eine weiterhin gezielte Nutzung der Stabilisierungshilfe als zeitlich begrenztes Instrument zur Bewältigung anstehender Großprojekte. Langfristig solle jedoch die eigenverantwortliche Haushaltsführung wieder erreicht werden. Zudem wolle man Auerbach als attraktiven Wirtschaftsstandort in der Metropolregion Nürnberg positionieren, Unternehmensgründungen besser unterstützen und vor allem im Gewerbegebiet Saaß solide Dienstleistungs- und Industriebetriebe ansiedeln.
Zum Punkt Moderne Verwaltung & Transparenz kündigte Müller an, Stadtratsbeschlüsse verständlich und nachvollziehbar kommunizieren zu wollen. Neben digitalen Informationswegen sollen auch bewährte Formate wie der Stadtanzeiger wieder genutzt werden. Regelmäßige Bürgerversammlungen im gesamten Gemeindegebiet seien ebenso vorgesehen wie eine frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in Planungsprozesse. Zudem sollen Feuerwehr und Bauhof bedarfsgerecht ausgestattet und modernisiert werden.
Besonders ausführlich widmete sich Müller dem Themenfeld Gemeinschaft und Alltag, bei dem Kinder, Familien und Bildung im Fokus stehen. Die Container-Situation am städtischen Kindergarten solle verbessert und beendet werden; der Neubau der Grundschule wird umgesetzt, ebenso solle gezielt in die Mittelschule investiert werden. Darüber hinaus setzt sich die SPD für mehr Verkehrssicherheit durch Tempo-30-Zonen rund um Schulen und Kindergärten ein.
Pläne für einen generationenübergreifenden Spielplatz in Auerbach
Ebenso soll die Aufwertung von Spielplätzen sowie die Entwicklung eines generationenübergreifenden Spielplatzes erfolgen. Der Stadtpark soll im Sinne einer nachhaltigen Stadtplanung weiterentwickelt werden. Die Helmut-Ott-Halle, das Hallen- und das Freibad bezeichnete Müller als „magisches Dreieck“, bei dem die jährlichen Defizite ausgeglichen, bei Bedarf Investitionen getätigt und das insgesamt erhalten werden müsse. Ergänzend plant die SPD eine Wohn- und Bauplatzbörse, Maßnahmen gegen Leerstand in der Innenstadt sowie die Unterstützung einer Bierkneipe als Ort der Begegnung.
Für die Ortsteile wurden konkrete Projekte vorgestellt – von Straßensanierungen und Dorfplatzgestaltungen über Radwege- und Hochwasserschutzmaßnahmen bis hin zu Verbesserungen der Infrastruktur. Müller betonte, alle Ortsteile gleichermaßen im Blick zu haben.
Abschließend erhielten die Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat und den Kreistag die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen. In kurzen Beiträgen schilderten sie ihre beruflichen Hintergründe, ihr ehrenamtliches Engagement sowie ihre Motivation, sich politisch für Auerbach einzusetzen. Die SPD-Liste vereint Arbeiter, Angestellte, Führungskräfte, Gastronomen, Lehrkräfte und Unternehmer.
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