Nürnberg/Neumarkt/Sugenheim - Wie geht es für die Staedtler-Beschäftigten in Sugenheim und Neumarkt weiter? Die IG Metall fordert klare Zukunftsperspektiven für die Mitarbeitenden und ruft am Donnerstag, 26. Februar, zu einer Demo vor dem Werkstor in Nürnberg auf.
24.02.2026 11:18 Uhr

Der Nürnberger Schreibgerätehersteller Staedtler hatte im September 2025 angekündigt, die Standorte in Neumarkt und Sugenheim zu schließen und den dortigen Beschäftigten Arbeitsplätze in Nürnberg anzubieten. „Die Beschäftigten hängen komplett in der Luft. Das Unternehmen hat noch keine konkreten Planungen vorgelegt, welche Arbeitsplätze den Beschäftigten aus Neumarkt und Sugenheim in Nürnberg angeboten werden“, sagt Eva Wohlfahrt, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Westmittelfranken. „Ohne diese Grundlage sollen die Menschen jetzt die schwerwiegende Entscheidung treffen, nach Nürnberg zu wechseln. Wir fordern Respekt, Sicherheit und Perspektiven für alle Beschäftigten – egal, ob sie in der Lage sind, nach Nürnberg zu wechseln oder eben auch nicht.“

Für ihre Zukunft demonstrieren die Beschäftigten der drei Staedtler-Standorte Nürnberg, Neumarkt und Sugenheim am Donnerstag, 26. Februar, gemeinsam in Nürnberg: Die IG Metall ruft für 13 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Werkstor in der Moosäckerstraße 3 auf.

Staedtler will Teil der Produktion nach Polen verlagern

Staedtler will zentrale Produktionsbereiche nach Polen verlagern, darunter die holzgefassten Stifte aus Neumarkt, die Wopex-Stifte aus Sugenheim und die Minenfertigung aus Nürnberg. In Neumarkt arbeiten der Gewerkschaft zufolge zurzeit rund 200 Beschäftigte, in Sugenheim rund 100 und in Nürnberg rund 700.

„Die angekündigten Werksschließungen sind ein harter Einschnitt für die Beschäftigten und ihre Familien“, erklärt Olga Redda, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg. „Sie bedeuten den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder eine massive Veränderung ihrer Lebensrealität mit längeren Pendelzeiten, höheren Lebenshaltungskosten und familiären Belastungen.“

Sebastian Henn von der IG Metall Nürnberg sagt: „Die Nürnberger Staedtler-Belegschaft ist solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen aus Neumarkt und Sugenheim. Zugleich sorgt sie sich auch um die Arbeitsplätze in Nürnberg.“ Die Botschaft sei klar: „Wir lassen uns nicht spalten und fordern eine sichere Zukunft für alle Beschäftigten. Der Arbeitgeber muss soziale Verantwortung übernehmen.“