
Das Heimatmuseum Ebermannstadt widmet dem Bildhauer Georg Friedrich Theiler eine Sonderausstellung. Der 1748 in Ebermannstadt geborene Künstler gilt als einer der bedeutendsten Holzbildhauer in der Übergangszeit Barock-Rokoko-Klassizismus in Franken, teilt das Museum mit.
Georg Friedrich Theiler kam am 29. Dezember 1748 als Sohn eines Seilers in Ebermannstadt zur Welt. Mitte der 1760er Jahre verließ er sein Elternhaus und absolvierte in der Bamberger Werkstatt des Künstlers Franz Martin Mutschele seine handwerkliche Lehrzeit. Sein Talent für alle Arbeiten mit dem Material Holz wurde schnell erkannt. In den 1780er Jahren kehrte Theiler in seine Heimat zurück, wobei die genauen Gründe für diesen Schritt in Fachkreisen diskutiert werden.
Theilers Kunstwerke schmücken seit 200 Jahren Kirchen der Fränkischen Schweiz
Das Schaffen des Bildhauers wirkte weit über die Grenzen der heutigen Fränkischen Schweiz hinaus. Von Theiler geschaffene Kunstwerke, vornehmlich aus dem sakralen Bereich, befinden sich unter anderem in Kirchen in Kirschletten und in Bühl, Gemeinde Simmelsdorf, Landkreis Nürnberger Land. Die meisten Aufträge erhielt er jedoch aus der Region rund um Ebermannstadt. In zahlreichen Kirchen der Fränkischen Schweiz haben seit über 200 Jahren Werke von ihm ihren Platz. Als Höhepunkt seines Schaffens gilt die Strahlenmadonna in der Marienkapelle im Zentrum von Ebermannstadt.
Der Künstler verstarb am 25. Februar 1826 in den Räumen des Vorgänger-Anwesens Marktplatz 12 an Altersschwäche. Gedenksteine an der Marienkapelle und am Marktplatz erinnern an Georg Friedrich Theiler.
Sparkassen Stiftung und Vierling Production fördern Bildhauer-Ausstellung mit Begleitprogramm
Die Sparkassen Stiftung Forchheim und die Vierling Production GmbH unterstützen die Ausstellung. Vom 22. März bis 28. Oktober können Besucher sich anhand von Exponaten, Fotos, Urkunden und anderen Medien über das Leben des Bildhauers im Heimatmuseum Ebermannstadt informieren. Mehrere Fachvorträge, eine Wanderung, ein Workshop, Stadtführungen und Konzerte in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Ebermannstadt und der VHS-Forchheim begleiten die Sonderausstellung.
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