
Zum ersten Mal gibt es am Samstag, dem 28. Februar, eine Demonstration in Rückersdorf. "Ich hab beschlossen, dass man auch mal bisschen was auf dem Land machen muss", sagt Werner Sembach, der die Demo gemeinsam mit seinem Bruder privat organisiert. Der Aktivist aus dem Nürnberger Land will damit den Menschen in Rückersdorf und Umgebung die Angst vor Demonstrationen und der Organisation von Demos nehmen. "Das ist ein wichtiger Teil der Demokratie."
Dass gerade vieles ins Rechtsradikale schlage, könne man nicht so stehen lassen. "Wir müssen laut sein gegen den allgemeinen Rechtsruck und für die Demokratie", sagt Sembach. Demonstrationen seien ein guter Weg, um gehört zu werden. Auch auf dem Land direkt vor der Haustür der Menschen.
Beginn um fünf vor 12 Uhr
Die Aktion vor dem Rückersdorfer Rathaus beginnt um fünf vor 12 Uhr, die "symbolische Uhrzeit" hat Sembach mit Absicht ausgewählt. "Die Rechtsextremen sitzen schon im Parlament, da müssen wir uns dagegen stellen."
Sembach hat die "Dorfdemo", wie er sie nennt, für 25 Menschen angemeldet, da nun aber auch mehrere Organisationen die Aktion teilen wollen, rechnet er mit etwa 100 Menschen. "Es ist aber ganz schwer einzuschätzen." Die Reden und möglicherweise Live-Musik sollen etwa eine Stunde dauern. Wenn die Aktion gut angenommen wird, könne Sembach sich in Zukunft auch weitere Demonstrationen vorstellen.
