
Nach dem Fund eines verdächtigen weißen Pulvers in einem Drohbrief an die Gewerkschaft Verdi gibt es erneut Entwarnung. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Freitag, 20. Februar, dem städtischen Gesundheitsamt schriftlich mitteilte, fiel auch die dritte Untersuchung des Materials negativ aus, berichtet Stadtsprecher Andreas Franke in einer Presseerklärung.
Laut Gutachten konnten weder „Bacillus anthracis“, der Erreger von Anthrax (Milzbrand), noch andere bakterielle Krankheitserreger nachgewiesen werden. Bereits am Mittwoch hatten Spezialisten des LGL und der Feuerwehr München im DGB-Haus am Kornmarkt zwei Schnelltests durchgeführt – beide ohne Hinweise auf gefährliche Stoffe.
Brief mit Pulver und einem Drohschreiben sorgte für einen Großeinsatz in Nürnberg
Der Brief mit dem Pulver und einem Drohschreiben war am Mittwochvormittag bei der Gewerkschaft eingegangen und geöffnet worden. Daraufhin rückten Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Spezialteams zu einem Großeinsatz aus. Mehr als 70 Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude aufhielten, mussten über Stunden in Ungewissheit ausharren. Nach den ersten negativen Testergebnissen konnten viele Betroffene am späten Nachmittag und Abend das Haus verlassen.
Personen, die sich auf dem Stockwerk befanden, auf dem der Brief geöffnet wurde, wurden vorsorglich dekontaminiert, bevor auch sie das Gebäude verlassen durften. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem Drohschreiben aufgenommen.

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