
Schnee und Eis hatten den Straßenverkehr im Landkreis Ansbach am Donnerstag, 19. Februar, fest im Griff. Die Glätte sorgte für eine ganze Serie von Unfällen, wie die Polizei mitteilt.
Im Bereich der Polizeiinspektion Ansbach registrierten die Beamtinnen und Beamten insgesamt 15 Unfälle, die überwiegend auf die Witterung zurückzuführen waren. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden. Schwerer traf es zwei Autofahrer auf der B14 auf Höhe des Soldatenweihers in Ansbach: Ein 28-Jähriger geriet am frühen Abend gegen 17.10 Uhr nach der Ampel in eine Schneeverwehung. „Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit“ verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte in den Gegenverkehr, heißt es im Polizeibericht.
In der Folge stieß er mit einem entgegenkommenden Fahrzeug eines 24-Jährigen zusammen. Dieser wurde dabei leicht am Arm verletzt und ins Klinikum Ansbach gebracht. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr. Der Schaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt, die Bundesstraße war während der Unfallaufnahme einseitig gesperrt.
Auch auf der Autobahn A8 bei Schnelldorf sorgte die Glätte für Probleme. Ein 61-jähriger BMW-Fahrer kam ins Schleudern und prallte gegen die Schutzplanke. Vor Ort stellten die Polizistinnen und Polizisten fest, dass er ausschließlich mit Sommerreifen unterwegs war – die Weiterfahrt wurde ihm daraufhin untersagt. Zudem musste der Fahrer eine „Sicherheitsleistung“ im dreistelligen Euro-Bereich hinterlegen.
Auffahrunfall auf der A8: Lkw-Fahrer wahrte den Sicherheitsabstand nicht
Im Anschluss kam es noch zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Lkw. Ein 48-Jähriger musste wegen des vorherigen Unfalls bremsen. Der nachfolgende 61-jährige Lkw-Fahrer hatte nicht genug Sicherheitsabstand gehalten, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Lkw vor ihm auf. Dabei entstand ein Schaden von etwa 20.000 Euro. Zwei weitere kleinere Unfälle auf der Autobahn führte die Polizei ebenfalls auf zu hohe Geschwindigkeit bei glatter Fahrbahn zurück.
Im Raum Rothenburg ob der Tauber verzeichnete die Polizei drei witterungsbedingte Unfälle am frühen Morgen. Eine 76-Jährige kam in einer Kurve von der Straße ab und prallte gegen einen Granitstein, eine 22-Jährige rutschte mit ihrem Auto gegen einen Bordstein und eine 43-Jährige kam mit ihrem Wagen ins Schleudern und von der Fahrbahn ab. Verletzt wurde niemand, der Schaden summiert sich auf mehrere Tausend Euro.
Die Polizeiinspektion Feuchtwangen meldete 14 Unfälle, davon elf im Zusammenhang mit dem Schneefall. Zwei Personen wurden leicht verletzt, der Gesamtschaden wird auf rund 28.000 Euro geschätzt, heißt es im Polizeibericht.
Auch im Bereich der Polizeiinspektion Dinkelsbühl kam es am Donnerstag zu einer Reihe glättebedingter Unfälle. Zwischen den frühen Morgenstunden und dem späten Abend registrierten die Beamtinnen und Beamten insgesamt sechs Verkehrsunfälle.
In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden, teils wurden Fahrzeuge jedoch erheblich beschädigt. Verletzte gab es nur wenige: Ein 34-jähriger Autofahrer klagte nach einem Überschlag über Kopfschmerzen und begab sich selbstständig in ärztliche Behandlung, bei einem weiteren Unfall am späten Abend wurde ein 57-jähriger Beifahrer leicht verletzt.
Mehrfach gerieten Fahrzeuge ins Schleudern, kamen von der Fahrbahn ab oder kollidierten mit Leitplanken, einem Müllfahrzeug oder einem entgegenkommenden Lastwagen. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden insgesamt auf mehrere zehntausend Euro.
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