Nürnberg - OB Marcus König und Bürgermeisterin Julia Lehner informierten sich über den Fortschritt beim Umbau des Museums Industriekultur.
16.02.2026 11:17 Uhr

Die Nürnberger Stadtspitze besuchte die Baustelle des Museums Industriekultur in der Äußeren Sulzbacher Straße 62. Oberbürgermeister Marcus König und Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner ließen sich vor Ort über die aktuellen Umbaumaßnahmen ins Bild setzen. Der Direktor der Museen der Stadt Nürnberg, Thomas Eser, und Museumsleiterin Monika Dreykorn erläuterten die Planungs- und Baufortschritte, so eine Mitteilung der Stadt.

König sagte: „Nürnberg investiert zielgerichtet in seine kulturelle Infrastruktur. Mit dem Umbau des Museums Industriekultur stärken wir einen zentralen Ort der Stadtgeschichte und schaffen zugleich die Voraussetzungen für ein modernes, zukunftsfähiges Museum, das den industriellen Wandel und seine Bedeutung für Nürnberg zeitgemäß vermittelt.“ Lehner erklärte: „Die Industriegeschichte ist fest in der Identität Nürnbergs verankert. Es ist sehr erfreulich zu sehen, wie gut die Bauarbeiten voranschreiten. Umso größer ist die Vorfreude auf eine neue Dauerausstellung, die diesen prägenden Teil unserer Stadtgeschichte zeitgemäß, anschaulich und für ein breites Publikum erfahrbar machen wird.“

Nürnberger Museum erweitert Dauerausstellung zur Fahrradindustrie und erneuert historische Erlebnisräume

Die energetische Sanierung des Dachs sowie der Südfassade ist weitgehend abgeschlossen. Die Nordseite des Gebäudes wurde gegen eindringendes Wasser abgedichtet und eine neue Sprinkleranlage eingebaut. Im Inneren des Gebäudes entwickeln sich die Arbeiten planmäßig. Dazu gehören die Neugestaltung des Foyers und der Einbau einer Museumstreppe am Ende der sogenannten Museumsstraße.

Das Museum überarbeitet die Dauerausstellung unter dem Blickwinkel des Wandels, den das Industriezeitalter in allen Bereichen des Arbeits- und Alltagslebens auslöste. Die Museumsstraße erhält einen neuen Schliff. Im vorderen Bereich entsteht eine neue Ausstellungseinheit zur Nürnberger Fahrradindustrie. Die Erlebnisräume wie das Klassenzimmer, der Friseursalon, der Kolonialwarenladen, das Kino oder die Dampfmaschine bleiben erhalten. Im hinteren Teil der Museumsstraße werden mehrere neue Ausstellungseinheiten entstehen, die das Museum inhaltlich erweitern und aktualisieren.

Museum plant Wiedereröffnung für Frühjahr 2027 nach umfassender Sanierung

Das Haus wird künftig mehr Angebote für verschiedene Interessen bieten. Neue Seminar- und Vermittlungsräume ermöglichen Workshops für verschiedene Gruppengrößen. Ein interaktives Forum lädt zum Besuch ein, in dem aktuelle Fragen aufgegriffen und diskutiert werden können.

Die Baumaßnahmen sollen Ende Mai 2026 abgeschlossen sein. Anschließend beginnt die Rückführung der Museumsobjekte aus dem Ausweichquartier sowie der Aufbau der neuen Dauerausstellung. Das Museum bleibt voraussichtlich bis Frühjahr 2027 geschlossen. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union kofinanziert die Maßnahme. Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern fördert das Projekt.