Nürnberg - Die Nürnberg Ice Tigers trainieren wieder, ernst wird es aber erst, wenn die Olympische Flamme in Mailand wieder erloschen ist. Jakob Weber hat in der Pause trotzdem eine wichtige Entscheidung getroffen - für sich und für seinen Arbeitgeber.
13.02.2026 11:11 Uhr

Stefan Ustorf hat zuletzt viel Eishockey gesehen. Das ist in diesen Tagen nicht außergewöhnlich für jemanden, der sich etwas intensiver für diese Sportart interessiert. Ustorf war aber nicht in Mailand, sondern in Nordamerika, um sich Spiele, vor allem aber Spieler in der American Hockey League und der East Coast Hockey League anzusehen. Spieler, die die Nürnberg Ice Tigers frühestens in der kommenden Saison besser machen könnten. Von Jakob Weber wusste er das bereits.

Den Verteidiger hat der Sportdirektor 44 Mal im Trikot der Ice Tigers gesehen. Ustorf weiß, wie präzise Webers Pässe sind, wie schnell und beweglich er auf den Schlittschuhen ist und er weiß, dass er selbstbewusster spielen könnte, noch aggressiver, vor allem aber weiß er, dass Weber erst 22 Jahre alt ist. „Er hat bis jetzt eine sehr solide Saison gespielt“, hat Ustorf festgestellt, „und ich bin mir sicher, dass seine Rolle bei uns weiterwachsen wird.“ Dessen sicher kann er nur sein, weil er Weber davon überzeugt hat, in Nürnberg zu bleiben.

Ein wichtiges Zeichen - auch an die Konkurrenz der Nürnberg Ice Tigers

Dass sich Jakob Weber für zwei weitere Jahre an die Ice Tigers gebunden hat, war durchaus überraschend. Man hörte von lukrativen Angeboten für den spielstarken Abwehrspieler. Roman Kechter, der in Nürnberg aufgewachsene und mit Weber befreundete Stürmer, hat sich offenbar für ein solches Angebot entschieden und wird ab der kommenden Saison wohl in Bremerhaven spielen. Und tatsächlich sollen die Verhandlungen um Webers Zukunft nicht ganz so einfach gewesen sein. Dass er nun bleibt, ist nach den Verlängerungen von Marcus Weber, Mitch O’Keefe, Julius Karrer und Samuel Dove-McFalls das nächste starke Zeichen an die Konkurrenz, die eigenen Fans und die Spieler, mit denen Ustorf in Nürnberg verhandelt.

„Ich habe mich für zwei weitere Jahre in Nürnberg entschieden, da ich hier enormes sportliches Potenzial sehe“, ließ Jakob Weber ausrichten. „Genau deshalb möchte ich meinen Teil dazu beitragen, gemeinsam mit den Jungs erfolgreich zu sein.“ Einen Spieler mit dem Potenzial und dem Pass Webers hätte Ustorf lange beobachten, aber kaum verpflichten können.