Nürnberg/Forchheim/Erlangen/Ansbach - Der Winter war in Franken bislang eigentlich viel zu trocken. Doch nun kommt es wohl geballt: Relativ hohe Temperaturen lassen sämtlichen Schnee wegschmelzen, gleichzeitig soll es mindestens eine Woche lang täglich regnen. Hochwasser droht.
12.02.2026 10:05 Uhr

Am Dienstag, 10. Februar, herrscht in Bayern noch die Ruhe vor dem Dauerregen und dem Hochwasser: Es nähert sich von Westen her ein Randtief des atlantischen Tiefs Tamara. Im Osten des Freistaats von Oberfranken über Niederbayern bis zum östlichen Alpenraum ist es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes im Tagesverlauf freundlich mit hervorkommender Sonne. Von Unterfranken bis nach Schwaben und Oberbayern wird es hingegen nach freundlichem Tagesanfang wieder bedeckt und es kommt geringer Regen auf. Die Temperaturen im Freistaat sind mit 4 bis 8 Grad relativ mild und dürften Eis und Schnee weiter schmelzen lassen.

Dies könnte in den kommenden Tagen in Teilen Bayerns die Hochwassergefahr deutlich steigen lassen. Für die Kreise Ansbach, Erlangen-Höchstadt und Forchheim in Mittel- und Oberfranken gilt am Dienstag daher eine Warnung vor Überschwemmungen infolge von Schneeschmelze - ausdrücklich auch an kleineren Gewässern. Ab Mittwoch weitet sich laut Hochwassernachrichtendienst die Hochwassergefahr in Franken voraussichtlich auf weitere Gebiete aus.

Am Sonntag wieder Schnee in Mittelfranken?

In der Nacht zum Mittwoch dürfte die Hochwassergefahr durch zunächst zeitweisen, dann anhaltenden Regen weiter zunehmen. In Niederbayern und den östlichen Mittelgebirgen erwartet der DWD „sehr wahrscheinlich Glätte“, wobei eine Glatteisbildung durch gefrierenden Regen als weniger wahrscheinlich angegeben wird. Tiefstwerte liegen zwischen plus 6 Grad am Spessart und minus 3 Grad im Bayerischen Wald.

Der Mittwoch bleibt demnach auch verregnet und windig, in den Mittelgebirgen setzt sich das Tauwetter fort. In Hochfranken und im Bayerwald milde 5 Grad, am Spessart und im Alpenvorland sehr milde 12 Grad. In den östlichen Mittelgebirgen schwacher Südwestwind, vor allem im Alpenvorland hingegen starker Südwest- bis Westwind mit stürmischen oder Sturmböen.

In der Folge erwarten praktisch alle Wettervorhersagen mindestens eine Woche lang jeden Tag Regen, teilweise in ergiebigen Mengen. Am Sonntag, 15. Februar, soll es kurzzeitig deutlich kühler werden. Der Niederschlag könnte vielerorts in Schnee übergehen.