Nürnberg - Vergangenes Jahr ging er als Elvis: Aus der Enthüllung seines Kostüms für „Fastnacht in Franken“ macht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stets ein Spektakel. Dieses Jahr tritt er in Veitshöchheim als Freiheitskämpfer William Wallace auf.
06.02.2026 16:40 Uhr

Ein wenig „hintersinnig“ sei sein Kostüm dieses Mal, aber er denke schon, dass man gleich erkennen wird, wen er darstellt: Mehr hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder im Vorfeld nicht verraten über seine diesjährige Verkleidung für „Fastnacht in Franken“. Traditionell macht der CSU-Politiker ein Geheimnis daraus, als welche Figur oder Persönlichkeit er zu der Prunksitzung in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim auftauchen wird. Wobei er, etwa in den Jahren 2019 und 2020, auch mal Pause machte von der der ganz großen Maskerade.

Nicht so 2026. Rund eine Stunde vor Beginn des Schaulaufens auf dem roten Teppich der Veranstaltung im Landkreis Würzburg hieß es dann auf seinem Account bei Instagram: „Kilt statt Krücke: Heute Braveheart in Veitshöchheim!“ Söder gibt also den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace, den Schauspieler Mel Gibson im Kino-Film „Braveheart“ (1995) verkörperte.

„William Wallace ist der Freiheitskämpfer schlechthin: mutig, furchtlos und entschlossen – Eigenschaften, die auch in unseren Zeiten besonders gefragt sind. Wir Bayern lieben unsere Freiheit und Eigenständigkeit. Da sind wir wie die Schotten. Weiß-Blau verbindet!“, lässt der Ministerpräsident wissen.

Markus Söder ist bekannt für seine aufwändigen Verkleidungen. Er sitzt dafür stundenlang in der Maske bei den Profis des Staatstheaters Nürnberg. 2013 war er Marilyn Monroe, ein Jahr später fiel die Wahl auf den Kino-Helden Shrek, der 59-Jährige war aber auch schon Edmund Stoiber, Otto von Bismarck, Homer Simpson, Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ und im vergangenen Jahr Elvis Presley.

06.02.2026, Bayern, Nürnberg: Markus Söder (l, CSU
Markus Söder wird von Maskenbildner Dirk Hirsch für die „Fastnacht in Franken“ als die Figur des „William Wallace“ aus dem US-amerikanischen Historien-Drama „Braveheart“ geschminkt. © Daniel Vogl/dpa