Cadolzburg/Forchheim - Die Nachricht vom Ende der Schokoladen-Herstellung in Cadolzburg erschütterte im Oktober 2025 die Region. Jetzt gibt das Traditionsunternehmen Riegelein bekannt, wie viele Beschäftigte betroffen sind und welche Möglichkeiten es für sie gibt.
07.02.2026 13:10 Uhr

Nach dem Ostergeschäft ist Schluss mit Schokolade aus Cadolzburg: Das Aus für die Produktion am fränkischen Firmensitz von Riegelein wurde bereits im Herbst 2025 verkündet. Jetzt gibt das Unternehmen weitere Informationen bekannt: Insgesamt sind von der Teilschließung des Standorts 127 Beschäftigte betroffen. Sie wurden am 5. Februar 2026 darüber informiert, wie es nun mit ihnen weitergehen soll: Geschäftsführung und Betriebsrat haben sich auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt.

„Wir begrüßen es, dass wir im Sinne aller betroffenen Mitarbeitenden sowie nach konstruktiven und intensiven Gesprächen mit dem Riegelein-Betriebsrat eine faire und sozialverträgliche Lösung für die Beschäftigten erzielen konnten“, so Claus Cersovsky, geschäftsführender Gesellschafter der Gubor-Gruppe, zu der Riegelein gehört. Bestandteile der Vereinbarungen sind vor allem Abfindungsregelungen sowie Angebote für einen Wechsel an andere Standorte der Unternehmensgruppe.

In Cadolzburg begann 1953 die Geschichte von Riegelein

Cadolzburg ist der Stammsitz des 1953 gegründeten Unternehmens Riegelein. Die Produktion wird dort zum 30. April 2026 geschlossen, es bleibt jedoch ein Service-Standort erhalten, zu dem Bereiche wie Marketing, Vertrieb und IT gehören. So bleiben einige Arbeitsplätze in Cadolzburg erhalten, wo zuletzt insgesamt rund 200 Beschäftigte tätig waren. Die Produktionslinien für die Schokolade sollen auf verschiedene Standorte der Unternehmensgruppe in Deutschland und Polen aufgeteilt werden. Das Lager von Riegelein in Forchheim schließt mit Auslaufen des Mietvertrags zum 30. Juni 2027.

In den vergangenen Jahren ging die Produktion am Standort Cadolzburg bei steigenden Kosten kontinuierlich zurück, wie die Geschäftsführung mitteilte. Einzelne Produktionslinien waren laut Gubor-Gruppe nur noch unregelmäßig ausgelastet, was zu Leerlaufzeiten, höheren Fixkosten und einer weiter sinkenden Wettbewerbsfähigkeit führte.