Nürnberg/Erlangen/Allersberg - Der ADAC verzeichnet für das Jahr 2025 mehr Staus in Bayern – besonders betroffen bleibt der Raum um Nürnberg. Auf A3, A6 und A9 kamen teils tausende Staukilometer zusammen, während Grenzkontrollen und Baustellen die Lage zusätzlich verschärften.
05.02.2026 12:17 Uhr

Einige bayerische Stauschwerpunkte des Jahres 2025 ballten sich in der Metropolregion Nürnberg. Am meisten betroffen war laut einer Pressemitteilung des ADAC die A3, die im Freistaat auf rund 25.000 Staukilometer kam. Das waren etwas weniger als im Vorjahr (2024: rund 28.750 Kilometer). Vor allem der Abschnitt zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen blieb belastet. „Die A3 war bisher vor allem in Nordbayern infolge des sechsstreifigen Ausbaus ein Stauschwerpunkt“, sagt Jürgen Hildebrandt, Leiter Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern. Durch den Baufortschritt habe sich die Lage inzwischen jedoch „etwas entspannt“.

Auf Platz zwei bei den Staukilometern folgte 2025 die A9 mit insgesamt 22.722 Kilometern. Ein besonders markanter Stauschwerpunkt in Nordbayern lag jedoch auf der A6 zwischen Pilsen und Nürnberg, speziell an den Anschlussstellen Waidhaus und Pleystein. In Fahrtrichtung Nürnberg staute es sich dort über das Jahr hinweg 1243 Stunden auf insgesamt 3728 Kilometern. Dieser Abschnitt war bayernweit Spitzenreiter bei der Staulänge, was der ADAC vor allem auf die dortigen Grenzkontrollen zurückführt.

Bei der Gesamtdauer der Störungen lag die A8 mit 10.844 Stunden vorne, gefolgt von der A3 mit 10.433 Stunden. Der am stärksten betroffene Abschnitt war die A8 zwischen Salzburg und München. Bei der Staulänge führt hingegen die A9 zwischen Nürnberg und München mit insgesamt 15.962 Kilometern. Hinter der A6 gehörten außerdem die A93 zwischen Holledau und Regensburg (3442 Kilometer Stau) sowie die A7 zwischen Bad Brückenau‑Volkers und Wildflecken (2160 Kilometer) zu den größten Stau-Hotspots Nordbayerns.

Staus in Bayern laut ADAC: Vollster Monat war 2025 Juli, stauträchtigster Tag war Donnerstag

In Summe verzeichnete der ADAC in Bayern im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg bei allen Kenngrößen. Der Freistaat kam 2025 auf 87.800 Staus mit 63.545 Stunden Dauer und einer Gesamtlänge von 145.622 Kilometern. Im Jahr zuvor waren es noch 86.929 Meldungen, 62.681 Stunden und 140.936 Kilometer. Auch bundesweit nahm sowohl die Gesamtlänge als auch die Dauer der Staus zu: 2025 wurden 478.154 Stunden Stau registriert (plus sieben Prozent) auf insgesamt 865.869 Kilometern (plus ein Prozent).

Die meisten Staumeldungen und -stunden in Bayern entfielen auf den Zeitraum ab Ende Juli, den Beginn der Hauptreisezeit. In Kalenderwoche 30 wurden 2729 Meldungen gezählt, die sich auf 2269 Stunden Stau und 5471 Kilometer summierten. Die größte Staulänge trat – wie schon im Vorjahr – in der ersten Januarwoche auf, mit rund 6000 Kilometern. Der stauträchtigste Einzeltag war der 5. Januar 2025 mit insgesamt 3188 Staukilometern. Die längste Staudauer an einem Tag wurde am 1. August 2025 gemessen, als sich 425 Stunden aufaddierten. Über das Jahr hinweg blieb der Donnerstag der Wochentag mit den meisten Staus.