
Am Nachmittag hatten die Nürmnberg Falcons schon einmal deutlich gewonnen in der Kia Metropol Arena, allerdings brachte der Sieg der Rollstuhl-Basketball-Mannschaft natürlich keine Punkte im Kampf um die Playoffs in der Pro A. Während das inklusive Team gegen Alba Berlin auch im achten Saisonspiel ungeschlagen blieb, ging es für die erste Mannschaft des Klubs auch am 20. Spieltag darum, Konstanz in ihr Spiel zu bekommen.
Gegen Koblenz war das im Hinspiel noch nicht geglückt, weshalb die Falcons am Samstagabend die Partie gegen den Tabellennachbarn nicht nur unbedingt gewinnen wollten, sondern im besten Fall auch mit fünf Punkten Vorsprung, um den direkten Vergleich zu sichern. Dass dies geligen könnte, zeichnete sich vor 2569 Zuschauerinnen und Zuschauern früh ab, am Ende betrug der Vorsprung sogar fast 50 Punkte. Das beeindruckende 115:67 (33:19, 25:25, 28:11, 29:12) geriet dabei in der zweiten Halbzeit zu einer Machtdemonstration.
Von Beginn an entwickelte sich eine rasante Begegnung, die auch von vielen Fehlern geprägt war. Die Falcons legten in der Offensive ein atemberaubendes Tempo hin, in der Defensive lag der Fokus darauf, die Koblenzer Distanzschützen nicht ins Spiel kommen zu lassen. Bereits im ersten Viertel führten die Gastgeber zweistellig, allerdings haben die Falcons in dieser Saison auch viel Expertise darin, solch schöne Führungen auch schnell wieder zu verspielen. Wie in der Vorwoche gegen die Artland Dragons. Aber nicht diesmal.
Das zweite Viertel gestaltete die Mannschaft von Ralph Junge zumindest ausgeglichen, nach dem Seitenwechsel fuhren sie Intensität an beiden Enden des Feldes sogar noch einmal hoch. Nürnberg holte deutlich mehr Rebounds, traf hochprozentiger und spielte ein weiteres Mal hervorragend als Team zusammen. Bereits im dritten Viertel war das Duell entschieden, das Fehlen von Topscorer Brandton Chatfield kompensierten die Falcons zumindest diesmal ohne große Mühe.
Falcons gegen Koblenz: Leistungsexplosion von Tom Stoiber
Entsprechend beeindruckend gestalteten sich auch die individuellen Leistungen. Zur Halbzeit schien sich Christian Feneberg auf den Weg zum Mann des Tages zu machen, mit 15 Punkten in gute zehn Minuten hatte er seinen Punkteschnitt bereits da pulverisiert. Carter Whitt wiederum blieb mit acht Punkten zwar unter seinem Schnitt, bereitete dafür aber auch acht Körbe vor. Evan Taylor traf aus allen Distanzen 50 Prozent seiner Würfe, was nur an der Freiwurflinie kein Kompliment darstellte. Trevor Baskin legte mit zwölf Punkten und zwölf Rebounds ein weiteres Double-Double auf, Julius Wolf erzielte 13 Punkte und spielte dazu sieben Assists, aber sie alle mussten sich aufgrund der Leistungsexplosion von Tom Stoiber mit Nebenrollen begnügen.
30 Punkte sammelte das junge Eigengwächs und dazu noch zehn Rebounds ein, seinen bisherigen Karriere-Bestwert konnte er gegen die irgendwann völlig konfusen Koblenzer mehr als verdoppeln. Bis Mitte des dritten Viertels hatte er sich keinen einzigen Fehlwurf erlaubt - und am Ende auch dazu beigetragen, dass die Nürnberg Falcons vorerst wieder auf Platz acht und damit in den Playoff-Rängen stehen.
Info
Nürnberg: Stoiber 30 Punkte, Feneberg 18, Taylor 15, Wolf 13, Baskin 12, Lagerpusch 10, Whitt 8, Friederici 4, Eckert 3, Köpple 2.


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