
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Nahverkehr für kommenden Montag, 2. Februar, in ganz Bayern zu 24-stündigen Warnstreiks ab 4 Uhr früh aufgerufen. Betroffen sind Verkehrsunternehmen, in denen der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Anwendung findet - „insbesondere in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt ist mit erheblichen Auswirkungen zu rechnen“, so Verdi. Die S-Bahnen sind nicht betroffen, da diese von der Deutschen Bahn betrieben werden.
Hart trifft der Streik die Nürnberger VAG - sie streicht vorsorglich alle U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. „Die VAG wird aber auf Basis des NightLiner-Netzes insgesamt 14 Buslinien anbieten, die vom Hauptbahnhof aus sternförmig in alle Richtungen ausrücken“, heißt es in einer Mitteilung. Die Busse fahren immer zur vollen Stunde ab Hauptbahnhof.
Warnstreiks im Nahverkehr in Bayern: „Erhebliche Auswirkungen“ in Nürnberg angekündigt
Verdi fordert für die Beschäftigten 668,75 Euro mehr Geld sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Bereits im vergangenen Jahr fanden nach Darstellung der Gewerkschaft Gespräche zwischen Verdi und dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) statt. Dabei forderte Verdi, die Lohnsteigerungen aus dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst - mit einem Lohnplus von 5,8 Prozent - auf den Nahverkehr zu übertragen, um im Jahr 2026 ausschließlich über die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Verdi habe dabei unterschiedliche Kompromisswege vorgeschlagen, die von den Arbeitgebern „kategorisch abgelehnt“ worden seien.
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 13. Februar angesetzt.
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