
Weiß, weißer, Franken - es schneit erneut in der Region. Der Grund: eine Tiefdruckrinne. Sie bringt - laut dem Wetterdienst Wetterochs - am Donnerstag, 29. Januar, länger anhaltende Schneefälle (bis maximal acht Zentimeter Neuschnee), deren Intensität im Tagesverlauf aber nachlässt.
In ganz Bayern muss am Donnerstag noch einmal mit teils ergiebigen Schneefällen gerechnet werden. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtete, sollen die Niederschläge von Südwesten aus über den Freistaat ziehen. Im Laufe des Tages werden verbreitet bis zu fünf Zentimeter Schnee fallen, im Alpenvorland kann es bis zu zehn Zentimeter geben. In einigen Teilen des Allgäus könnte binnen 24 Stunden auch noch mehr Schnee fallen - 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee seien möglich.
Schneematsch, Schnee und Regen
Auch in Franken bleibt der Schneefall nicht folgenlos: In Würzburg wurde der Busverkehr am Morgen teilweise eingestellt, weil einige Strecken mit Gefälle nicht befahrbar waren.
Es dürfte auch wieder Schneematsch geben: „Unterhalb von 400 Metern sind die Temperaturen dabei aber zeitweise leicht positiv, so dass der Schnee da nicht komplett liegen bleibt. Die sehr schwachen Winde wehen aus wechselnden Richtungen“, prognostiziert der Wetterochs.
Auch auf den Verkehr hatte der erneute Schneefall Auswirkungen: Vereinzelt kam es am Donnerstagmorgen auf glatten Straßen zu Unfällen. Auf der Bundesstraße B85 bei Edelsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach kippte nach Polizeiangaben ein Lastwagen auf glatter Fahrbahn um. Die Straße musste - voraussichtlich bis in den Nachmittag hinein - gesperrt werden, weil der Lkw mit schwerem Gerät geborgen werden musste. Der Fahrer wurde leicht verletzt.
Ansonsten blieb es den Einsatzzentralen zufolge zunächst bei vereinzelten Unfällen mit Sachschäden, weil Autos in Gräben oder gegen Verkehrsschilder gerutscht waren. Nach Angaben der Polizeipräsidien in Schwaben kam es im einsetzenden Berufsverkehr vermehrt zu witterungsbedingten Unfällen - bisher ohne schwerere Folgen. Es sei damit zu rechnen, dass es im Laufe des Morgens weitere Unfälle geben könnte.
Pechvogel hinterm Steuer: Baum fällt auf Auto
In Mittelfranken hatte ein Autofahrer allerdings mehr Pech: Nachdem der Wagen in einen Graben gerutscht und gegen einen Baum geprallt war, fiel dieser auf das Auto, wie ein Polizeisprecher sagte. Verletzt wurde dabei nach ersten Erkenntnissen aber niemand.
Am Wochenende könnte man noch etwas vom Schnee haben: Von Freitag bis Sonntag ist es wechselnd bis stark bewölkt ohne messbare Niederschläge. Am Tag bis +4 und in der Nacht bis -2 Grad. Es wehen schwache Südostwinde.
Der deutsche Wetterdienst meldet: Auch am Freitag und Samstag kann es wieder glatt werden. Neben weiteren Schneefällen sei gefrierender Regen möglich, berichteten die Meteorologen. Die Temperaturen sollen die kommenden Tage weiterhin um den Gefrierpunkt pendeln - etwa zwischen minus sechs und plus fünf Grad.
Für Skifahrer wichtig: Nach Angaben des bayerischen Lawinenwarndienstes ist die Lawinengefahr in einigen Gebieten des Allgäus erheblich. Es ist dort Warnstufe drei von fünf erreicht, beispielsweise in den Bergen rund um Oberstdorf. In den meisten Regionen der bayerischen Alpen bleibt das Risiko allerdings darunter und wird als gering oder örtlich mäßig eingestuft.
Wer auf milderte Temperaturen hofft, muss sich laut Wetterochs noch gedulden: „In der nächsten Woche gibt es bei der Großwetterlage wenig Änderung. Vom Atlantik kommende Tiefs ziehen auf einer südlichen Bahn zum Mittelmeer“, habe die Auswertung von verschiedenen Wettermodellen ergeben. „Eigentlich lenken diese milde Luft nach Norden zu uns, aber bei anhaltend östlichen Bodenwinden können sich diese in tiefen Luftschichten nicht richtig durchsetzen. Daher bleiben wir im Temperaturbereich um null Grad herum“, heißt es in der Prognose. „Es wird wechselnd bewölkt und gelegentlich kann mal ein bisschen Niederschlag fallen - teils Schnee, teils Regen. Der große Wurf wird das aber nicht: „In der gesamten Woche kommen aber wohl kaum mehr als drei Millimeter zusammen.“
Am kommenden Wochenende stößt arktische Kaltluft nach Osteuropa vor (bis nach Ostpolen und zur nördlichen Ukraine) und in der Folge treten dort großräumig Nachtfröste von minus 20 bis minus 30 Grad auf. Aber aktuell gebe es keine konkreten Anzeichen, dass Franken davon beeinflusst werden könnte, so der Wetterochs. Die langen Unterhosen können aber noch nicht in den Schrank: „So ein großes Kältereservoir in der Nähe erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es im Laufe des Februars bei uns auch noch einmal sehr kalt werden könnte.“



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