Gunzenhausen - Schlüsselposition: Carla Trescher will den Radverkehr im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen attraktiver machen.
27.01.2026 12:46 Uhr

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen beschäftigt seit dem 1. November 2025 erstmals eine Radverkehrsbeauftragte, so eine Mitteilung: Carla Trescher übernahm diese Position im neuen Sachgebiet „Mobilität“ und zog nach ihren ersten Monaten eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit. Ende November konnte Trescher bereits eine Auszeichnung für den Landkreis WUG entgegennehmen. Bei der Stadtradeln-Ehrung in Rheine wurde der Landkreis als beste Newcomer-Kommune ausgezeichnet.

Mit 435.776 geradelten Kilometern erreichte der Landkreis deutschlandweit den 3. Platz unter allen neu teilnehmenden Kommunen und den 1. Platz unter den Kommunen mit 50.000 bis 99.999 Einwohnern in der Kategorie „Kommune mit den meisten Radkilometern“. In den vergangenen zwei Monaten war Trescher häufig im Landkreis unterwegs, um sich ein umfassendes Bild über den Zustand der Radverkehrsinfrastruktur in Altmühlfranken zu machen. Sie nutzte dabei sowohl das Fahrrad als auch das Auto als Fortbewegungsmittel.

Trescher plant grün-weiße Radwegebeschilderung für ganz Altmühlfranken

Als Radverkehrsbeauftragte fungiert Trescher als Ansprechpartnerin für alle Themen rund um den Alltagsradverkehr. Zu ihren Aufgaben gehört die Umsetzungsbegleitung des 2024 veröffentlichten Radverkehrskonzeptes für den Landkreis sowie die Beratung der Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis zu Themen der Radverkehrsförderung. „Insbesondere zu Fragen rund um Fördermittel möchte ich die Städte und Gemeinden unterstützen“, sagte Trescher. Fördermittel seien reichlich vorhanden.

Das langfristige Ziel ist die Schaffung eines durchgängigen und sicheren Radwegenetzes im Landkreis. „Ich will den Radverkehr im Landkreis attraktiver machen und die Lust aufs Radfahren erhöhen“, erklärte die Radverkehrsbeauftragte. Als erste konkrete Maßnahme plant Trescher die Einführung einer grün-weißen Radwegebeschilderung für den gesamten Landkreis. Mit dieser Beschilderung sollen die Radverbindungen in Altmühlfranken ausgewiesen werden.

Radverkehr als stressfreie Alternative für Kurzstrecken

Trescher bringt Erfahrungen aus ihrer vorherigen Tätigkeit beim Landkreis Nürnberger Land mit. Als studierte Tourismusmanagerin kümmerte sie sich dort um die Projektentwicklung und das Marketing rund um Rad- und Wanderwege. Die neue Radverkehrsbeauftragte sieht in der Fahrradnutzung vor allem auf Kurzstrecken große Vorteile.

Radfahren ist für Trescher eine einfache, umweltfreundliche Art, um sich im Alltag fortzubewegen. Zudem sei es gut für die Gesundheit und man komme ohne Stress durch Stau oder Parkplatzsuche ans Ziel. „Kurzum Radfahren ist Lebensqualität!“, betonte Trescher. Weitere Informationen zum Thema Radverkehr sind auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreiswug.de/radverkehr/ verfügbar.