Nürnberg/Burgthann/Eckental/Leinburg/Kirchensittenbach - Der schwere Schnee hat viele Bäume in der vergangenen Nacht brechen lassen. Im Netzgebiet der N-Ergie kam es deshalb zu mehreren Stromausfällen.
27.01.2026 09:36 Uhr

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Umstürzende Bäume, die unter der Schneelast brachen, sorgten in der Nacht von Montag, 26. Januar, auf Dienstag, 27. Januar, für fünf Stromausfälle im Netzgebiet.

Die Technikerinnen und Techniker der N-Ergie Netz GmbH waren im Dauereinsatz und kümmerten sich teils bis zum frühen Morgen um die Wiederversorgung der betroffenen Orte. Der Schwerpunkt der Störungen lag im stark bewaldeten Nürnberger Land.

Um 19.47 Uhr kam es im Eckentaler Ortsteil Forth (Landkreis Erlangen-Höchstadt) zu einer Störung im Mittelspannungsnetz. Vom Stromausfall betroffen waren auch umliegende Orte, wie beispielsweise Benzendorf, Oedhof, Kirchröttenbach, llhof und Mausgesees. Ursache für den Stromausfall war ein Baum, der bei Mausgesees in die Freileitung fiel und diese beschädigte.

Bis 20.34 Uhr konnten durch Umschaltmaßnahmen die meisten Orte wieder mit Strom versorgt werden, Forth ging um 22:50 Uhr wieder ans Netz. Für den Eckentaler Gemeindeteil Ebach organisierten die Techniker der N-Ergie Netz GmbH eine Übergangsversorgung mithilfe eines Notstromaggregats.

Ebenfalls aufgrund von Schneebruch kam es um 21.47 Uhr zu einem Stromausfall im Bereich Oberferrieden (Nürnberger Land). Während ebenfalls betroffene Haushalte in Rübleinshof und in Teilen von Burgthann bereits vier Minuten später, um 21.51 Uhr wieder mit Strom versorgt wurden, konnte Oberferrieden durch zusätzliche Umschaltmaßnahmen um 22.13 Uhr wieder ans Netz gehen.

Der Weiler Heinleinshof, in dessen Nähe ein umstürzender Baum die Leitung beschädigte, hatte erst um 2.09 Uhr wieder Strom. Dort mussten die Technikerinnen und Techniker zunächst den Baum entfernen, ehe sie die betroffene Leitung wieder in Betrieb nehmen konnten.

In Brunn, dem östlichsten Stadtteil Nürnbergs, fiel der Strom um 22.12 Uhr aus. Auch hier war Schneebruch auf der Freileitung zwischen Schwaig und Krämersweiher der Grund für die Störung im Mittelspannungsnetz der N-Ergie Netz GmbH.

Knapp eine Stunde später, um 23.09 Uhr wurden mithilfe von Umschaltmaßnahmen sämtliche Haushalte in Brunn wieder mit elektrischer Energie versorgt.

Um 22.13 Uhr fiel bei Weißenbrunn (Nürnberger Land) ein Baum in eine Mittelspannungsleitungund sorgte für einen Stromausfall zwischen dem Laufer Ortsteil Schönberg und dem Offenhausener Gemeindeteil Klingenhof. Der Schwerpunkt der Störung lag in den östlichen Gemeindeteilen Leinburgs. Betroffen waren etwa Gersdorf, Ernhofen und Entenberg.

Die Freiwillige Feuerwehr Weißenbrunn unterstützte beim Freischnitt der Leitung, sodass die Versorgung zum größten Teil um 22.57 Uhr und in den restlichen betroffenen Orten am frühen Dienstagmorgen um 2.15 Uhr wiederhergestellt werden konnte.

In der Nähe von Dietershofen (Nürnberger Land) mussten Techniker ebenfalls einen Baum aus der Freileitung schneiden, um eine Störung zu beheben, die den Bereich Kirchensittenbach betraf und sich nördlich bis nach Hormersdorf auswirkte.

Der Stromausfall begann um 1.53 Uhr. Um 4.17 Uhr konnte die Mittelspannungsleitung wieder in Betrieb gehen und die Störung somit behoben werden.

Für einen großflächigen Stromausfall im Neunhofer Land sorgte dann am Dienstagvormittag ein Baum, dessen Äste aufgrund der Schneelast zusammengesackt waren und in die Freileitung zwischen dem Umspannwerk Lauf-Ost und Dehnberg ragten. Das bestätigte Michael Enderlein, Pressesprecher der N-Ergie, auf Nachfrage der PZ. Betroffen waren Dehnberg, Günthersbühl, Oedenberg, Simmelberg, Tauchersreuth, Beerbach, Nuschelberg und Neunhof.

Während fast alle Orte relativ schnell auf andere Leitungen umgeschaltet und wieder mit Strom versorgt werden konnten, war für Dehnberg keine schnelle Lösung parat.

Die Arbeiten in einer schwer zugänglichen Lage gestalteten sich schwierig, sagte Enderlein. Zunächst mussten die Äste beziehungsweise der ganze Baum entfernt werden. Danach wurde überprüft, ob die Leitung selbst in Ordnung ist oder aber Schaden genommen hat und repariert werden muss, so der Pressesprecher. Am frühen Nachmittag war dann aber auch Dehnberg wieder am Netz.