
Infolge des heftigen Wintereinbruchs sind seit dem Montagmorgen, neben dem städtischen Winterdienst, auch die Feuerwehren gefordert. Bedingt durch abgebrochene Äste und in Schieflage geratene Bäume, die der Last des nassen Schnees nicht mehr standhalten konnten, wurden allein aus dem Stadtgebiet bis 16 Uhr am Montag rund 30 Einsatzstellen gemeldet. Das teilte die Erlanger Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit.
Da die notwendigen Fällarbeiten vielerorts nur gesichert aus dem Korb einer Drehleiter erfolgen konnten, waren beide Hubrettungsfahrzeuge der Erlanger Hauptfeuerwache – unterstützt durch ein drittes Fahrzeug der Werkfeuerwehr Siemens – über Stunden hinweg pausenlos im Stadtgebiet im Einsatz. Besonders von den Auswirkungen des starken Schneefalls betroffen waren im Erlanger Stadtgebiet die Sebaldussiedlung und der Stadtteil Sieglitzhof, wo sich viele großgewachsene Bäume unter der Last des Neuschnees neigten.
Vorsicht geboten: Schneelast kann zu umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen führen
Durch die anhaltenden Schneefälle mit Neuschneemengen von 25 bis 30 Zentimetern nahmen die Meldungen über brechende Äste und Bäume im Tagesverlauf immer weiter zu, weshalb das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz am Nachmittag die Bevölkerung dringend dazu aufrief, den Bereich unter Bäumen und Wälder zu meiden und vorsorglich auch keine Fahrzeuge dort abzustellen. Auch die Leitstelle in Nürnberg gab am Montagnachmittag eine Warnung für Leib und Leben aufgrund erheblicher Schneebruchgefahr heraus.
Um auf die zunehmende Gefahrenlage hinzuweisen, wurden seitens der Stadtverwaltung ab dem Nachmittag auch Warnmeldungen über die Warn-App NINA und das Cell-Broadcast-System des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe versandt. Bis zum Nachmittag waren neben den hauptamtlichen Kräften der Ständigen Wache, bereits die Freiwilligen Feuerwehren aus Alterlangen, Erlangen-Bruck, Büchenbach, Dechsendorf, Erlangen-Stadt, Frauenaurach und Tennenlohe im Einsatz.
Auch die Stadtverwaltung reagierte auf die Gefahrenlage und sperrte aufgrund von Sicherheitsbedenken am frühen Montagnachmittag den Schlossgarten, alle Friedhöfe sowie alle Freizeitanlagen und Spielplätze. Die Bevölkerung wurde gebeten, die Anlagen und Einrichtungen nicht zu betreten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Vorsorglich wurden wegen der Schneelast auch die Sporthallen des Ohm-Gymnasiums, der Heinrich-Kirchner-Schule, des Emmy-Noether-Gymnasiums sowie die Egon-von-Stephani-Halle und die große (nördliche) Turnhalle der Eichendorffschule gesperrt.
Im Landkreis Erlangen-Höchstadt bekamen die Freiwilligen Feuerwehren die Auswirkungen des massiven Schneefalls ebenfalls zu spüren. Beispielsweise stürzten auf der Straße ERH5 zwischen Baiersdorf und Röttenbach mehrere Bäume um, sodass diese wichtige Verbindungsstraße am Montagnachmittag gesperrt werden musste.


Keine Kommentare