Fürth - Die Firma Bruder Spielwaren mit Sitz in Fürth-Burgfarrnbach hat eigenen Angaben zufolge das Jubiläumsjahr 2025 solide abgeschlossen. Unsichere Aussichten stimmen Firmenchef Paul Heinz Bruder allerdings nachdenklich. Was das Unternehmen 2026 plant.
22.01.2026 15:04 Uhr

Ein besonderes Jahr liegt hinter Bruder Spielwaren mit Sitz in Fürth-Burgfarrnbach. Der Familienbetrieb feierte 50. Markenjubiläum. Auch auf wirtschaftlicher Ebene gelang dem Unternehmen zufolge ein zufriedenstellender Jahresabschluss.

„2025 konnten wir mit einem Plus von 2,7 Prozent zum Vorjahr abschließen: Unser Umsatzziel von 92 Millionen Euro haben wir erreicht“, erklärt Paul Heinz Bruder, Inhaber der Spielwaren GmbH + Co. KG. Die Aussichten stimmen den Firmenchef allerdings nachdenklich: „Die Auswirkungen der aktuellen weltpolitischen Krisen führen weiterhin zu einer erheblichen Renditeschwäche. Zusätzlich belastend sind die US-Zölle.“

Bruder Spielwaren in Fürth: Herausforderungen durch „unkontrollierte Produktimporte“ aus Asien

Neben den politischen Herausforderungen stellen demnach auch nahezu unkontrollierte Produktimporte über asiatische Online-Plattformen die Branche vor neue Herausforderungen. Während sich die heimische Industrie mit komplexer Bürokratie auseinandersetzen und hohe Vorgaben der Europäischen Spielzeugrichtlinie erfüllen muss, gelangen Bruder zufolge ungetestete Billigprodukte und Plagiate aus Asien in die Hände von Kindern. Ein solches chinesisches Produkt brachte demnach 2025 einem Bruder-Nachahmer einen Plagiarius ein, eine Negativauszeichnung, die jährlich von der Aktion Plagiarius e.V. für besonders dreiste Kopien verliehen wird. „Für Bruder war es bereits das achte Mal, dass ein Plagiat eines seiner Produkte hervorgehoben wurde“, erklärt das Unternehmen.

Auch 2026 wird ein besonderes Jahr: Die Familie feiert 100 Jahre Unternehmergeschichte. Die Firma, die aktuell 470 Beschäftigte in Fürth-Burgfarrnbach hat, startete als Einmann-Handwerksbetrieb in Heimarbeit. Vor 50 Jahren stellte Bruder zum ersten Mal auf der Spielwarenmesse aus: „Die 50 Jahre bedeuten allerdings nicht immer Wachstum. Jede Zeit brachte ihre eigenen Herausforderungen mit sich, die es zu meistern galt“, resümiert Paul Heinz Bruder.

Für 2026 kündigt der Firmenchef 16 Neuheiten an. Darüber hinaus seien Investitionen in den unternehmenseigenen Fuhrpark sowie in einen optimierten Produktionsablauf geplant.