
Am 26. Dezember hatten sechs kleine Löwenbabys im Nürnberger Tiergarten das Licht der Welt erblickt, von denen fünf überlebten. Per Kamera hatten die Mitarbeiter des Tiergartens das Geschehen im Blick. Von den sechs Jungtieren lag eines etwas abseits. Die Mutter hat es wohl aufgefressen, um die Höhle zu säubern.
Nun verkündet der Tiergarten auf seiner Facebook-Seite den aktuellen Sachstand: „Seit acht Tagen können wir auf den Aufnahmen nur noch vier Jungtiere sicher identifizieren. Deshalb gehen wir davon aus, dass das fünfte Tier nicht mehr lebt und entweder außerhalb des Kamerabildes liegt oder hier höchstwahrscheinlich von der Mutter gefressen wurde.“ Das Verhalten der Löwin sei dabei unverändert geblieben, was für den Tod des fünften Jungtiers spreche.
Nürnberger Löwenbabys hatten nicht alle eine Überlebenschance.
„Wenn eine Löwenmutter die Überlebenschancen eines Jungtiers als gering einschätzt, wird dies in der Regel vom Muttertier aufgefressen. Raubtiermütter können sehr empfindlich auf Störungen reagieren, wenn Jungtiere noch sehr klein sind. Dies kann dazu führen, dass alle Jungtiere von ihr getötet und gefressen werden, wenn sie das Gefühl hat, die von ihr anhängigen Jungen seien nicht mehr sicher.“ Zum Schutz der vitalen Welpen greife man deshalb in solchen Situationen nicht ein, wie es weiter heißt.
Die vier anderen Welpen trinken unterdessen eifrig, „wirken zunehmend kräftig und werden mobiler“. Zwei von ihnen hätten bereits die Augen geöffnet.
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