Nürnberg - Der gleichberechtigte Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht, doch leider nicht selbstverständlich. In Nürnberg kämpft eine Frau um die Inklusion ihrer Tochter. Ihr Beispiel zeigt: Das größte Hindernis bilden Bürokratie und Barrieren in den Köpfen.
1 Kommentar
Samoth
Die zentrale Frage ist: Wie leistungsfähig ist das Kind und kann es in normalen Unterricht mithalten? Den Sportunterricht kann man getrost ausklammern und eine Klassenfahrt ins Schullandheim ist auch nicht so wichtig. Ein barrierefreier Zugang zum Klassenzimmer, das lässt sich organisieren. Aber wenn die notwendige Reif und Selbstkontrolle fehlt und das Kind in der Klasse zur Belastung wird, dann ist Inklusion nicht möglich. Denn Einbeziehen kann man nur jemanden, der auch in die Gruppe passt. Wenn die Klasse wegen eines einzelnen Kindes leidet, dann werden auch nicht behinderte Kinder und Systemsprenger von der Grundschule auf spezialisierte Schulen verschoben. Braucht ein behindertes Kind deutlich mehr Zeit und eine individuelle Betreuung um den Stoff der Grundschule zu verstehen, braucht es längere Pausen, ist es geistig nicht auf einem Niveau, um in der vierten Klasse mitzuhalten, dann macht "Inklusion" keinen Sinn und man wechselt besser auf eine spezialisierte Einrichtung.
09.01.2026 10:10 Uhr