Nürnberg - Deutschlandweit warnen Wetterdienste zum Ende der Woche vor Eisregen, starken Böen und Schneefall. Grund dafür ist ein Sturmtief, das sich aktuell zu uns bewegt. Auch Bayern und Franken bleiben von den Auswirkungen nicht verschont.
08.01.2026 10:55 Uhr

In diesen Tagen droht beim Wetter eine Achterbahnfahrt. Grund dafür ist das Sturmtief „Elli“, das sich über den Ärmelkanal nach Deutschland bewegt. Besonders gravierend könnte sich die Lage laut der Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DW) im Osten und Norden entwickeln. Aber auch Bayern und Franken werden betroffen sein.

Nach Angaben des regionalen und als „Wetterochs“ bekannten Experten Stefan Ochs wird es am Freitagmorgen, 9. Januar 2026, besonders ungemütlich. Nach starken Schneefällen am Vorabend gehen die Niederschläge von „Südwest nach Nordost fortschreitend in Regen über, der vorübergehend gefrieren kann.“

Am Freitagmorgen rechnet der „Wetterochs“ mit Temperaturen zwischen 5 Grad in Bad Windsheim und 0 Grad in Hollfeld. „Dabei weht ein in Böen starker Südostwind.“

Auch die Meteorologen des DW rechnen für Bayern in der Nacht zum Freitag mit in Regen übergehenden Schneefall: „Vom Allgäu über Oberbayern bis hin in das südliche Mittelfranken, die Oberpfalz und Niederbayern Unwetter durch sehr wahrscheinlich für mehrere Stunden anhaltenden gefrierenden Regen bis etwa Freitagvormittag!“

Dazu bläst es kräftig. „Am Freitag bereits ab den Frühstunden in Unter- und Mittelfranken sowie in Schwaben und südlichen Oberbayern starke Wind- und stürmische Böen bis 70 km/h, in freien Lagen Sturmböen bis 80 km/h aus Südwest. Am Vormittag auch in tiefen Lagen Oberbayerns starke Windböen bis 60 km/h aus Südwest“, so die DW-Experten.

Laut Wetterochs ist die anschließende Entwicklung bis Sonntag noch etwas unsicher, „weil Zugbahn und Intensität des Tiefs nicht genau genug vorhergesagt werden können“. Am wahrscheinlichsten sei ein erneutes Absinken der Temperaturen zum Wochenende.

Erneuter Schneefall am Wochenende

„Tagsüber liegt das Tief am Freitag über Nordrhein-Westfalen. Um das Tief herum bildet sich ein spiralförmiges Niederschlagsband, das uns nach einer Niederschlagspause nachmittags von Nordwesten her erfasst. Diese Niederschläge halten lange an und gehen in der Nacht zum Samstag sukzessive bis in tiefere Lagen in Schnee über“, so der „Wetterochs“.

Dabei sinke die Null-Grad-Grenze langsam von 800 auf 400 Meter. „Demnach würde der Schnee in tiefen Lagen also nicht richtig liegen bleiben. Der in Böen starke und in höheren Lagen sogar stürmische Wind weht aus Südwest.“

Nasser Neuschnee und der starke Wind könnten in der Nacht zum Samstag, 10. Januar 2026, zu Schäden durch Schneebruch führen.

Am Samstag zieht das Tief laut „Wetterochs“ in Richtung Ungarn. „Bei uns ist es bedeckt mit länger anhaltenden, aber nur wenig ergiebigen Schneefällen. Dabei sinken die Temperaturen im Tagesverlauf auf Minus fünf Grad. Der in Böen frische Wind dreht von Südwest auf Nordwest.“

Bitterkalt dann am Sonntag mit Höchsttemperaturen von nur Minus sieben Grad. „Dafür aber auch zeitweise sonnig und windschwach.“