
In der Silvesternacht ist die Feuerwehr erfahrungsgemäß im Dauereinsatz. In Fürth erlebten die Brandschützer heuer aber eine böse Überraschung. Ausgerechnet beim Jahreswechsel kam es zu einem Wasserrohrbruch direkt vor der im Oktober 2022 eingeweihten, neuen Hauptwache in der Kapellenstraße. Die Folge: Die Wasserleitung musste abgesperrt werden und die Brandschützer mussten ihren Dienst ohne fließendes Wasser verrichten.
Auch die Fahrzeuge konnten zwischen den Einsätzen nicht in der Wache betankt werden. Sie wurden unterwegs an Hydranten wieder aufgefüllt. Einsatzleiter Christian Donderer bestätigte, dass man in der Wache weder heißes noch kaltes Wasser hatte. „Theoretisch ist es nicht so problematisch, weil die Fahrzeuge natürlich auch draußen betankt werden können“, erklärte der Einsatzleiter. „Nur für uns ist es halt weniger schön.“ Die Kollegen seien darauf angewiesen, dass sie sich nach dem Einsatz wieder herrichten und duschen können. „Sie sind ja sehr schwarz“, so Donderer.
Wasserrohrbruch vor der Fürther Hauptwache: Feuerwehrleute mussten bei Kollegen zum Duschen gehen
Man habe daraufhin versucht, „die Kollegen woanders zum Duschen hinzubringen, damit sie wieder einsatzfähig sind. Sie sind ja bis 7.30 früh im Dienst“, so Donderer in der Nacht. Und tatsächlich hat das geklappt: Nach einem Garagenbrand im Fürther Stadtteil Vach konnten die Männer des sogenannten Angriffstrupps in einer Wache der Freiwilligen Feuerwehr duschen. Das Reinigen ist vor allem auch deshalb wichtig, um gesundheitsschädliche Stoffe auszuwaschen.
Noch in der Nacht begann eine Fachfirma mit Baggerarbeiten vor der Feuerwache, um das Problem so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen. Ein anderer Wasserrohrbruch in der Stadt musste aufgrund der Dringlichkeit bei der Feuerwehr warten. Dass es an der neuen Feuerwache überhaupt zu dem Vorfall gekommen ist, hält Donderer für „sehr ungewöhnlich“. Er sei davon ausgegangen, „dass hier alles neu ist - auch die Zuleitungen.“
Noch in der Nacht wurde die betroffene Leitung repariert. Wie die Fürther Berufsfeuerwehr auf Anfrage mitteilte, hieß es ab 6 Uhr am Neujahrsmorgen wieder „Wasser marsch!“
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