Forchheim - In Bayerns Kommunalparlamenten dominieren alte Strukturen: überwiegend Männer, wenig Diversität. Mehr Frauen, junge Menschen und vielfältige Perspektiven sind entscheidend für eine lebendige Demokratie, kommentiert Redakteurin Annika Falk-Claußen.
3 Kommentare
Samoth
Das Problem ist heutzutage, Freiwillige für Ehrenämter zu gewinnen. Denn Ansehen ist mit dem Posten schon lange nicht mehr verbunden. Im günstigsten Fall opfert man nur Freizeit und verliert man keine Freunde. Und das ist unabhängig vom Geschlecht. Denn außer Ärger und Stress mit Bekannten und Freunden gibt es im Gemeinderat in Zeiten knapper Kassen nicht viel zu erben. Mit der Erhöhung von Gebühren, der Verschiebung einer Renovierung im Kindergarten oder der Unterbringung von Asylbewerbern schafft man sich keine Freunde. Und wenn statt dessen Stellen in der Verwaltung gestrichen werden oder der Zuschuss für den Sportverein gekürzt wird, dann wird immer an der falschen Stelle gespart. Vielleicht sollten wir alle mal unser Verhalten gegenüber denjenigen überdenken, die sich ehrenamtlich im Gemeinderat engagieren. Dann gäbe es vielleicht auch mehr Bewerber die das nicht nur aus Pflichtgefühl machen. So wie die alten weißen Männer, die man hier so gerne kritisiert
05.01.2026 12:25 Uhr