Nürnberg - Ein 47-Jähriger entzündet an Heiligabend ein Feuer auf seinem Balkon in Nürnberg und verlässt die Wohnung. Als die Polizei später auf ihn trifft, reagiert er aggressiv und leistet Widerstand. Zwei Beamte werden verletzt, einer muss ins Krankenhaus.
26.12.2025 12:14 Uhr

Am Heiligabend hat ein 47-jähriger Mann im Nürnberger Westen auf seinem Balkon ein Feuer entfacht und anschließend einfach die Wohnung verlassen. Nachdem eine herbeigerufene Polizeistreife die Flammen gelöscht hatte, kehrte der Mann zurück und leistete Widerstand, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung mit.

Laut Polizeiangaben meldete gegen 17.45 Uhr ein Zeuge Brandgeruch und Flammen auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Austraße im Nürnberger Stadtteil Gostenhof. Die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Nürnberg-West betraten die Wohnung durch die geöffnete Tür, fanden jedoch niemanden vor. Auf dem Balkon stellten sie ein Feuer aus mehreren Holzscheiten sowie starke Rauchentwicklung fest. Die Flammen konnten mit einem Feuerlöscher gelöscht werden. Rund um die Feuerstelle lagen diverse brennbare Materialien und Gegenstände. Da der Wohnungsinhaber nicht anwesend war, schlossen die Einsatzkräfte die Tür und rückten ab.

Wohnungsbesitzer in Gostenhof reagierte aggressiv

Gegen 19.20 Uhr erhielten die Polizisten der PI Nürnberg-West die Mitteilung, dass der 47-Jährige wieder zu Hause sei. In der Wohnung trafen sie ihn und seine Freundin an und sprachen ihn auf den Vorfall an. Der Mann reagierte sofort äußerst aggressiv. Als er in Gewahrsam genommen werden sollte, sperrte er sich und musste zu Boden gebracht werden, berichtet die Pressestelle. Die Einsatzkräfte legten ihm deshalb Handfesseln an und brachten ihn zur Dienststelle.

Bei den Widerstandshandlungen verletzten sich zwei Polizisten im Alter von 28 und 34 Jahren. Einer von ihnen erlitt eine tiefere Schnittwunde, die im Krankenhaus behandelt werden musste, berichtet eine Polizeisprecherin. In der Dienststelle führte ein Arzt auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme durch. Den Weihnachtsabend verbrachte der 47-Jährige in einer Zelle. Er muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.


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