
Der Duft von frischem Tannengrün, das leise Rieseln der Nadeln – Weihnachten ist ein Fest der Sinne. Und für mich beginnt es erst mit einem echten Christbaum. Kein Plastik, kein künstlicher Ersatz aus dem Karton, sondern ein lebendiger Baum, der den Zauber des Waldes ins Haus bringt.
Wer einmal erlebt hat, wie die Familie gemeinsam auf einer Christbaumplantage unterwegs ist, weiß, wovon ich spreche: dicke Winterjacken, rote Wangen, das Lachen der Kinder, wenn sie zwischen den Reihen den „schönsten“ Baum entdecken. Im Idealfall noch frischer Schnee, der vom Himmel fällt. Dann kommt der große Moment – selbst Hand anlegen, die Säge ansetzen, den Baum schlagen. Das ist nicht nur Tradition, das ist ein Erlebnis, das zusammenschweißt und bleibende Erinnerungen schafft. Und natürlich die Vorfreude auf Weihnachten steigen lässt.
Ein Plastikbaum zu Weihnachten ist seelenlos
Ein echter Baum ist nicht perfekt. Er ist vielleicht asymmetrisch oder hat eine kleine Lücke. Aber genau das macht ihn einzigartig – so wie das Fest selbst. Und auch die Diskussion innerhalb der Familie, ob die Spitze nun schief ist oder nicht, gehört irgendwie dazu. Ein Plastikbaum mag praktisch sein, aber er ist seelenlos. Er riecht nicht, er fühlt sich nicht echt an, er erzählt keine Geschichte.
Auch ökologisch spricht vieles für heimische Fichten, Kiefern oder Tannen: Wer darauf achtet, dass der Baum aus dem regionalen Forst kommt und möglichst nicht mit Pestiziden belastet ist, tut sogar Gutes: Für jeden gefällten Baum werden neue gepflanzt. Das bindet CO2, das während des Wachstums des neuen Baumes gespeichert werden kann. Nach dem Fest wird er kompostiert oder zu Hackschnitzeln verarbeitet – ein natürlicher Kreislauf.
Ein echter Christbaum ist ein Stück Heimat, Natur und Tradition
Ein Plastikbaum hingegen besteht aus Metall und Kunststoff, wird oft um die halbe Welt transportiert und landet irgendwann im Sondermüll. Studien zeigen: Künstliche Tannen müssten - je nach Herstellung und Produktionsland - mindestens 17 Jahre zu Weihnachten aufgestellt werden, bis sie sich ökologisch amortisiert haben.
Ein echter Christbaum ist nicht nur schöner – er ist ein Stück Heimat, Natur und Tradition. Und genau das brauchen wir in dieser hektischen Zeit.

1 Kommentar
Samoth
Also eines ist sicher. Der Plastikbaum setzt mehr CO2 frei als der echt, denn der wächst immer wieder nach und wird kompostiert. Ein Kreislauf in dem das CO2 nur zirkuliert. Der Plastikbaum hält zwar einige Jahre, wird aber aus Öl hergestellt und wenn er nach 10 Jahren entsorgt wird, dann wird er verbrannt und das CO2 aus dem Öl kommt in die Luft. Und mit dem nächsten Plastikbaum kommen dann wieder ein paar Liter Rohöl, die am Ende in der Atmosphäre landen. Aus ökologischen Gründen macht es also keinen Sinn einen Plastibaum zu kaufen und schön anzusehen ist es ja sowieso nicht.
22.12.2025 11:36 Uhr