Fürth - Fürth - Sie leben in Fürth oder sind interessiert an der Kleeblattstadt? Sie möchten wissen, was diese Woche besonders erfreulich oder aber bedauerlich war? Hier bekommen Sie einen Rückblick auf „die Woche“ in Fürth.

Die Kolumne der Fürther Nachrichten „die Woche“ gibt es jetzt auch online. Hier erhalten Sie eine Übersicht der Gewinner und Verlierer, der Tops und Flops und auch darüber, was wünschenswert ist.

Starten wir mit dem Gewinner der Kalenderwoche 48.

Gewinner der Woche in Fürth

Gewinnerinnen sind Frauen, die sich gegen Gewalt wehren - und das hoffentlich mit immer mehr Erfolg. Nach dem Vorbild der Französin Gisèle Pelicot („Die Scham muss die Seite wechseln“) haben diese Woche auch bei einer Demo in Fürth zwei Frauen offen von Angst, Scham, aber auch der Kraft gesprochen, mit der sie sich aus der schwierigen Situation befreit haben. Hut ab vor diesem Mut. Bleibt zu hoffen, dass sein Nachhall die Kräfte weiterer Betroffener weckt. Und dass Männer endlich begreifen, dass Gewalt keine Option ist.

Verlierer der Woche in Fürth

Verlierer ist in diesen Zeiten die Stiftehersteller-Branche, wie das Beispiel Faber-Castell zeigt: Obwohl man einen Markennamen besitzt, der ähnlich bekannt ist wie Quelle, hat das Steiner Traditionsunternehmen mit gleich mehreren Entwicklungen zu kämpfen: Homeoffice und Digitalisierung lassen die Menschen immer weniger zum Bleistift und Kugelschreiber greifen, Konzerne aus China fluten die Märkte mit deutlich günstigeren Stiften. Und dann ist da noch Trump, der Importe aus Brasilien - von hier kommen Faber-Castell-Produkte in die USA - mit zusätzlichen Zöllen von 40 Prozent belegte. In Stein werden nun etliche Beschäftigte ihren Job verlieren. Sehr unerfreulich.

Erfreuliches der Woche in Fürth

Erfreulich hingegen ist der Weg, den 38 unscheinbare Umzugskartons genommen haben. Im Stadtarchiv ruht seit wenigen Tagen die äußerlich so nüchterne Fracht. Doch der Inhalt zählt: Einen Teil des Nachlasses von Quelle-Urvater Gustav Schickedanz haben dessen Tochter Madeleine und deren Sohn Matthias Bühler ins Schloss Burgfarrnbach bringen lassen - ein Familienschatz, der bei Stadtarchivar Martin Schramm für große Freude sorgt und der dereinst öffentlich zugänglich wird. Ein Stück Fürther Nachkriegs- und deutscher Wirtschaftsgeschichte wartet darauf, entdeckt zu werden.

Bedauerliches der Woche in Fürth

Bedauerlich ist, dass der Weihnachtsmann die Wartezeit bis zum Startschuss des Fürther Weihnachtsmarkts an einem denkbar ungemütlichen Platz überbrücken musste. Sein Lager musste er, wie unser Bild der Woche schonungslos offenlegt, auf dem Kopfsteinpflaster neben einer Biotonne auf der Freiheit aufschlagen - eine alles andere als optimale Vorbereitung auf seine vorweihnachtlichen Pflichten. Von wegen Fest der Liebe...

Wünschenswertes der Woche in Fürth

Wünschenswert wäre es doch, dass für den Weihnachtsmann wie für alle anderen gilt, was seine Weggefährtin, das Fürther Christkind, in ihrem Prolog so nachdrücklich propagiert hat: „Nehmt euch Zeit für Lachen, Liebe, Dankbarkeit!“

In diesem Sinne wünscht ein entspanntes Wochenende und eine friedliche Adventszeit - die Redaktion.