
Die Spekulationen über eine Übernahme des fränkischen Sportartikelherstellers Puma könnten wieder intensiver werden. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt der chinesische Konzern Anta Sports eine Offerte für den Adidas-Rivalen aus Herzogenaurach. Zu Anta Sports gehören bereits die Sportartikelmarke Fila und der Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin. Weitere Interessenten sollen der chinesische Anta-Konkurrent Li Ning und der japanische Sportartikelhersteller Asics sein.
Die größte Hürde für eine Offerte dürfte dem Bericht zufolge die Bewertungserwartung der französischen Milliardärsfamilie Pinault sein. Diese hält nach Puma-Angaben knapp 30 Prozent der Anteile.
Die Pinaults könnten einem Verkauf ihrer Puma-Anteile positiv gegenüber stehen
Dass die Beteiligung keinen strategischen Wert mehr für die Pinaults hat, hatten sie bereits zuvor durchblicken lassen. 2007 hatten sie die Mehrheit bei Puma übernommen, ihre Beteiligung aber seither in mehreren Schritten reduziert. Das Geld können sie offenbar gut gebrauchen. Nach dem Bloomberg-Bericht zog die im Nebenwerteindex MDax notierte Puma-Aktie am Donnerstagvormittag zu Handelsbeginn um 14 Prozent an.
Neben Anta nennt Bloomberg noch weitere Namen von Interessenten: Auch der chinesische Konkurrent Lin Ning und der japanische Sportartikelhersteller Asics sollen Puma auf ihrer Wunschliste haben, schreibt Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit dem Thema vertraut seien. Die beteiligten Unternehmen wollten den Bericht nicht kommentieren.

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