
Warum finden sich in unseren Texten immer wieder Fehler? Diese Frage beantworten wir heute.
Leider ist die Kritik oft berechtigt. Doch hat das nichts mit Unfähigkeit, Unwillen oder mangelnder technischer Ausstattung zu tun. Uns ärgern Rechtschreib-, Redigier- oder inhaltliche Fehler mindestens ebenso wie unsere Leserinnen und Leser. Denn gute journalistische Arbeit wird dadurch zumindest teilweise entwertet. Deswegen haben wir seit geraumer Zeit neben der automatischen Kontrolle durch unsere Software ein Vier-Augen-Prinzip eingeführt: Kein Text sollte veröffentlicht werden, bevor ein unbeteiligter Kollege ihn gegengelesen hat.
Allerdings stößt auch dieses Prinzip an seine Grenzen. Das Nachrichtengeschäft hat in allen Medien eine enorme Verdichtung und Beschleunigung erfahren. Redaktionen müssen heutzutage, vor allem mit Blick auf die digitalen Medien, wesentlich schneller und mit deutlich höherer Frequenz arbeiten als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Das macht sich leider auch bei den Texten in der Zeitung bemerkbar. Manchmal bleibt einfach zu wenig Zeit, um Texte gegenzulesen, auch, weil das Zeitfenster zwischen Fertigstellung eines Artikels und Redaktionsschluss zu klein für die zahlreichen Artikel ist, die fast alle zeitgleich entstehen. Da hilft auch eine automatisierte Rechtschreibkontrolle nur sehr bedingt.
Fehler ärgern nicht nur unsere Kunden, sondern auch uns
Wir versuchen daher, Texte, die keinem Aktualitätsdruck unterliegen, bereits ein oder zwei Tage vor dem Veröffentlichungstermin fertigzustellen, damit noch Zeit zum Gegenlesen oder für Rückfragen an den Autor bleibt. Leider gelingt uns das aber eben nicht immer. Und jeder einzelne Fehler schmerzt uns mindestens ebenso sehr wie Sie. Denn wir wollen Ihnen und den vielen Lesern ein wirklich gutes, stimmiges Produkt bieten, zu dem Sie gerne greifen, das Sie informiert und unterhält, aber nicht verärgert. Und wir hoffen, dass uns das zwar nicht immer, aber doch meistens gelingt.
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