
Am 4. November brannte am Pinzenberg in Schwabach ein Wohnhaus, die Flammen gruben sich bis in die Dachbalken. Für Angelo Latino war dieses Haus mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Der Schwabacher wurde dort geboren, hat nie wo anders gewohnt. So erzählt es seine Nichte Theodora Goula, die zusammen mit anderen aus der Familie und Latino selbst einen Spendenaufruf auf der Plattform „GoFundMe“ gestartet hat. „Zwischen diesen Wänden liegen seine Erinnerungen, seine Kindheit und seine Familie“, heißt es dort.
In wenigen Minuten verbrannte alles: Möbel, Kleidung und Erinnerungsstücke. Außerdem verendeten bei dem Brand vier Katzen von Latino, eine weitere starb Tage später an den Verletzungen und noch eine ist bis heute verschwunden. Sein Hund und eine Katze leben noch, sie sind inzwischen bei Verwandten und Nachbarn untergekommen, müssen aber tierärztlich versorgt werden.
Geld für Kleidung, Tierarztkosten und Unterkunft
Auch Latino selbst lebt jetzt erst einmal bei Verwandten, sein Haus ist unbewohnbar. Die Polizei kennt die Brandursache noch nicht, aber einen Schaden hat sie bereits eingeschätzt: Er liegt bei mehreren hunderttausend Euro. Bevor Latino daran denken kann, muss er die aktuelle Situation überstehen. Laut seiner Nichte braucht er Geld für Kleidung, Tierarztkosten, auf Dauer auch für eine Unterkunft. Wer Latino unterstützen will, kann im Internet unter www.gofundme.com/f/wohnungsbrand-in-schwabach etwas spenden. Von dem Zielbetrag von 11.000 Euro, die Latino im Moment brauchen könnte, sind bisher lediglich 542 Euro zusammengekommen (Stand: Samstag, 13 Uhr). „Aber jeder Betrag, egal wie klein, hilft“, heißt es auf der Seite.
Nicht nur Latino hat sein Zuhause verloren, sondern auch dessen Mieter Franz Leitner. Für ihn haben Michael und Maximilian Kolb von der Schwabacher Feuerwehr ebenfalls eine getrennte Spendenaktion organisiert. „Für uns als Feuerwehr ist nicht nach dem Löschen Feierabend“, erklärt Michael Kolb. Zumal er Franz Leitner persönlich kennt. „Ich wollte ihn nicht allein lassen.“
Leitners Wohnung ist zwar nicht komplett abgebrannt wie die von Latino, aber Rauch, Ruß und Löschwasser haben auch hier große Zerstörung angerichtet. Auch Leitner hat mit Tieren zusammengewohnt, seine beiden Katzen überlebten. Sie sind aktuell in der Tierauffangstation in Fürth, wo Leitner sie besuchen kann. Auch Leitner braucht Geld für Tierarztkosten, für Kleidung und das Nötigste. „Er steht buchstäblich mit nichts da, nur mit einem kleinen Rucksack“, schreibt Kolb in die GoFundMe-Aktion. Wer Leitner unterstützen will, kann im Internet unter www.gofundme.com/f/wohnhausbrand-pinzenberg-schwabach etwas spenden. Vom Zielbetrag von 2400 Euro sind bisher 1925 Euro gespendet worden (Stand: Samstag, 13 Uhr). Wobei Kolb betont, dass Leitner auch jeden weiteren Cent gut gebrauchen kann.




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