Nürnberg - 4000 Menschen sollen künftig in Nürnbergs neuem Quartier „Tiefes Feld“ leben. Damit sie es dort auch kuschelig warm haben, sind neue Fernwärme-Leitungen erforderlich, für die ab Montag im Bereich der Appenzeller Straße gebuddelt wird.
04.11.2025 14:33 Uhr

Im Rahmen des Fernwärme-Ausbaus in Nürnberg arbeitet die N-Ergie ab Montag, 10. November, im Bereich der Appenzeller Straße und der Herbststraße. Laut einer Mitteilung des Energieversorgers dient die anstehende Baumaßnahme dazu, das geplante Heizkraftwerk zur zukünftigen Wärmeversorgung des neuen Stadtteils „Tiefes Feld“ an das bestehende Kanalsystem anzuschließen.

Der erste Bauabschnitt startet in der Appenzeller Straße, der zweite Bauabschnitt erfolgt in der Herbststraße bis voraussichtlich Ende des Jahres. Während der Arbeiten kann es laut der N-Ergie abschnittsweise zu Verkehrsbehinderungen in dem betroffenen Bereich und bei der Zufahrt zum Friedhof Großreuth kommen. Entsprechende Umleitungen sind eingerichtet.

Um das „Tiefe Feld“ an das vorhandene Fernwärmenetz anschließen zu können, verlegt die N-Ergie neue Fernwärmerohre auf einer Länge von insgesamt rund 2.400 Metern. Die Arbeiten starteten bereits 2023 an der Henry-Dunant-Schule. Von dort verlaufen die neuen Leitungen entlang der Erasmus- und Elsa-Brandström-Straße und Teilen der Rothenburger Straße. Im nächsten Bauabschnitt sollen sie dann über die Züricher Straße und Appenzeller Straße bis zum „Tiefen Feld“ führen.

Das Stadtquartier, das unter diesem Namen im Südwesten Nürnbergs bis 2030 entsteht, soll am Ende etwa 4.000 Menschen eine neue Heimat bieten. Neben 2.000 Wohnungen, einem Gymnasium, einer Grundschule und Kindertagesstätten ist ein großer Landschaftspark geplant. Die neue Haltestelle Kleinreuth der U-Bahnlinie U3 verbindet das Quartier mit dem übrigen Stadtgebiet.

Innovatives System soll 4.000 Nürnberger mit Fernwärme versorgen

Um die Menschen mit Wärme zu versorgen und das Hauptnetz zu unterstützen, wird die N-Ergie unterhalb der Rothenburger Straße zwischen Herbststraße und Uffenheimer Straße auf einer Fläche von knapp 11.000 Quadratmetern ein sogenanntes innovatives Kraft-Wärme-Kopplungssystem (iKWK) errichten. Nach der Genehmigungs- und Vergabephase kann voraussichtlich 2026 mit dem Bau begonnen und die Anlagen 2028 in Betrieb genommen werden.