Herzogenaurach - Der Herzogenauracher Zulieferer Schaeffler sortiert sich neu - und verkauft seine Turbolader-Sparte in China. Vorangegangen war ein Bieterverfahren.
04.11.2025 08:57 Uhr

Schaeffler veräußert sein rückläufiges chinesisches Turbolader-Geschäft, das derzeit noch im Unternehmen Vitesco Automotive Shanghai gebündelt ist, an die Chengdu Xiling Power Science & Technology Incorporated Company, einen Spezialisten für Turbolader-Technologie. Mit diesem Schritt setze Schaeffler die Strategie, das Geschäftsportfolio konsequent zu bereinigen, um, heißt es in einer Mitteilung des Herzogenauracher Autozulieferers.

„Diese Transaktion ist ein wichtiger Schritt, um nach der Übernahme von Vitesco unser Geschäftsportfolio zu bereinigen und uns auf die Bereiche zu fokussieren, in denen wir langfristig wettbewerbsfähig sind“, erklärt Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld. „Wie im Rahmen unseres Kapitalmarkttages angekündigt, werden weitere Schritte folgen.“

Schaeffler verkauft Turbolader-Geschäft

Das Turbolader-Geschäft kam 2024 durch die Übernahme von Vitesco zu Schaeffler. Im Rahmen eines Bieterprozesses wurde Xiling als Käufer ausgewählt. Das Unternehmen beabsichtige, durch die Übernahme der Vitesco Automotive Shanghai seine Position bei internationalen Automobilherstellern weiter auszubauen. Als Teil der Transaktion sei dafür gesorgt, dass die Belieferung laufender Projekte sichergestellt, Risiken für die Kunden des Geschäftes minimiert und Unterbrechungen im Betriebsablauf so weit wie möglich vermieden werden.

Die Vitesco Automotive Shanghai beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet.