Nürnberg - Der Buß- und Bettag ist ein Tag der Besinnung und des Gebets in der evangelischen Kirche. Was hinter dem besonderen Tag steckt und was es zu beachten gilt, finden Sie hier.
03.11.2025 07:00 Uhr

In diesem Artikel:

Am Buß- und Bettag besinnen sich evangelische Christinnen und Christen auf ihr Leben und ihre Beziehung zu Gott. Der Feiertag steht im Zeichen der Umkehr, des Gebets und auch der persönlichen Reflexion.

Ursprünglich wurde der Buß- und Bettag in Zeiten großer Not eingeführt, um gemeinschaftlich für Frieden und Vergebung zu beten.

Der Buß- und Bettag fällt immer auf den Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres – also elf Tage vor dem ersten Advent. Dieses Jahr fällt er auf Mittwoch, 19. November 2025.

Nein, der Buß- und Bettag ist kein gesetzlicher Feiertag in Bayern. Allerdings haben Schüler und Schülerinnen an diesem Tag unterrichtsfrei. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bayern müssen aber am Buß- und Bettag regulär arbeiten - außer Sie nehmen sich an diesem Tag Urlaub.

Ja, in Bayern gilt am Buß- und Bettag ein gesetzliches Tanzverbot, da der Tag als stiller Feiertag eingestuft ist. Das bedeutet: öffentliche Tanzveranstaltungen und laute Feiern sind ab 2 Uhr nachts untersagt.

Der Buß- und Bettag ist nur im Bundesland Sachsen ein gesetzlicher Feiertag. Sachsen bildet dabei eine Ausnahme: In allen anderen Bundesländern ist der Buß- und Bettag kein arbeitsfreier Tag.

Der Buß- und Bettag wurde 1995 in allen Bundesländern außer Sachsen als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, um die Kosten für die Einführung der Pflegeversicherung auszugleichen. Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sollten helfen, die Pflegeversicherung zu finanzieren, indem sie an diesem Tag wieder arbeiten.