Weißenburg/Gunzenhausen/Roth - „So etwas haben wir noch nicht erlebt“: Es war ein Tag, der in die Geschichte des Klinikums Altmühlfranken eingehen wird. Innerhalb von nur 24 Stunden erblickten am 21. Oktober gleich zehn Babys in Weißenburg das Licht der Welt.
24.10.2025 11:10 Uhr

Es war ein Tag, der in die Geschichte des Klinikums Altmühlfranken eingehen wird. Innerhalb von nur 24 Stunden erblickten am 21. Oktober gleich zehn Babys das Licht der Welt – sieben Buben und drei Mädchen.

„So etwas haben wir noch nicht erlebt“, berichtet Katja Anuschek, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit eigener Praxis am Weißenburger Krankenhaus. „In den vergangenen 15 Jahren sind uns schon einmal acht Geburten an einem Tag begegnet – aber ganze zehn, das ist wirklich eine kleine Sensation.“

Und dann lief an dem Rekordtag auch noch alles glatt: „Alle Neugeborenen und ihre Mütter sind wohlauf und genießen die ersten gemeinsamen Stunden in liebevoller Betreuung des Teams der Geburtsstation“, berichtet das Klinikum. Sieben Buben und drei Mädchen kamen an diesem Tag zur Welt.

Mit viel Teamgeist geschafft

Für das gesamte Team der Gynäkologie und Geburtshilfe war dieser Tag allerdings eine besondere Herausforderung. Fünf Hebammen, die Gynäkologin Katja Anuschek und der Gynäkologe Šimon Hajda sowie erfahrene Pflegekräfte arbeiteten am geburtenreichen Dienstag Klinikum Altmühlfranken Hand in Hand, um den Familien ein unvergessliches Geburtserlebnis zu schenken. „Solche Tage zeigen, was Vertrauen, Teamgeist und Leidenschaft in der Geburtshilfe bedeuten“, meint Anuschek weiter.

Für Rudolf Löschel, der zusammen mit Katja Anuschek die Frauenarztpraxis neben dem Klinikum betreibt und selbst lange Jahre als Belegarzt in der Geburtshilfe tätig war, war der geburtenreiche Dienstag auch eine besondere Sache, denn der Gynäkologe hat selbst am 21. Oktober Geburtstag.

Die Klinikleitung gratulierte allen Eltern zu ihrem Nachwuchs und dankt dem gesamten Team für den unermüdlichen Einsatz, mit dem dieser besondere Geburtenmarathon gemeistert wurde. „Wir sind sehr stolz, dass sich so viele werdende Mütter für unser Klinikum entschieden haben und gratulieren den frisch gebackenen Eltern von Herzen zu diesem kleinen Oktober-Wunder“, so Klinik-Vorstand Christoph Schneidewin.

Mütter aus dem Rother Landkreis

Auch wenn Zehn-Kinder-Tage in Zukunft die absolute Ausnahme bilden werden, steigende Geburtenzahlen waren zuletzt schon zu verzeichnen. Das Klinikum in Weißenburg hatte bereits in den vergangenen Wochen einen gesteigerten Zulauf werdender Mütter aus den umliegenden Landkreisen, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir spüren die näher rückende Schließung der Entbindungsstation der Kreisklinik Roth zum 1. November 2025 bereits stark“, erklärt Anuschek.

Vor diesem Hintergrund äußert sich das Weißenburger Haus deutlich. „Immer wieder werden die Hebammen sowie die Gynäkologen mit Gerüchten konfrontiert, dass auch in Weißenburg bald keine Entbindungen mehr möglich sein könnten.“ Hier können Anuschek und Schneidewin beruhigen: „Eine Schließung der Geburtshilfe steht nicht zur Debatte. Werdende Eltern sind bei uns in besten Händen.“

Am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg kamen im laufenden Jahr bereits 512 (Stand 23. Oktober) Babys gesund zur Welt. Im vergangenen Jahr hatte man 660 Geburten in Weißenburg.