
Im Verlag Nürnberger Presse (VNP) setzen wir Künstliche Intelligenz (KI) als Hilfsmittel ein. Unsere Redakteurinnen und Redakteure sollen dadurch entlastet werden und mehr Zeit für Recherche, Kreativität und tiefgründige Geschichten gewinnen. Indem Routinearbeiten wegfallen, entsteht Freiraum, den wir für den direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort nutzen wollen.
In unseren redaktionellen KI-Leitlinien steht: „Wir verfolgen den Human-in-the-Loop-Ansatz.“ Wörtlich übersetzt bedeutet das, dass stets ein „Mensch in der Schleife“ vorhanden sein muss. Was heißt das praktisch? Um unsere journalistischen Standards zu wahren und entsprechend dem Pressekodex des Presserats zu handeln, behalten die Redakteurinnen und Redakteure fortwährend die Kontrolle über von KI erzeugte oder KI-unterstützte Inhalte.
Wir betreiben Qualitätsjournalismus von Menschen für Menschen. Unsere Autorinnen und Autoren stehen namentlich für ihre Beiträge ein. KI kann uns aber dabei helfen, die Qualität unserer Angebote zu verbessern oder auch neue Produkte anzubieten.
So setzen wir KI in den Redaktionen konkret ein
Wie nutzen wir KI bisher? Durch KI-gestützte Übersetzungen von Meldungen erreichen wir beispielsweise Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Mit „News in English“ auf unserem Reichweitenportal nordbayern.de sprechen wir so eine zusätzliche Zielgruppe an.
Der gezielte Einsatz von KI in der Redaktion erlaubt uns auch die Automatisierung zeitaufwändiger Routinetätigkeiten wie Korrekturlesen oder das Kürzen von Texten. Zudem lassen sich mithilfe eines eigens trainierten Sprachmodells Vorschläge für alle Teile eines Artikels, wie Überschriften und Vorspann, direkt im Redaktionssystem abfragen. Die Recherche, das Verfassen der Texte sowie die inhaltliche Endkontrolle - etwa von Überschriftenvorschlägen der KI - bleiben menschliche Arbeit.
Der VNP verfolgt und bewertet die Entwicklungen im Bereich KI fortlaufend hinsichtlich ihrer journalistischen Relevanz und möglicher Risiken. Denn unser Ziel ist es, technologische Neuerungen verantwortungsvoll und zum Vorteil unserer Leserinnen und Leser einzusetzen.
2 Kommentare
Kantigenes
Na dann passt mal auf - Sprachkenntnisse sind ja in der Ursprache der übersetzten Texte weiterhin dringend nötig, in der "Muttersprache auch...
Von der Semantik ganz zu schweigen. Die Exegese-Industrie jubelt schon.
Daß euch nicht Fümms bö wö tää zää Uu als covevef untergejubelt wird und Herr Philosophen-Precht Trump als Wiedergeburt von Kurt Schwitters geheiligt wird.
Übelsetzt liebel selbel.
02.11.2025 22:59 Uhr