
Oberbürgermeister Marcus König und Christian Vogel, erster Werkleiter des städtischen Eigenbetriebs NürnbergBad, haben am Montag, 13. Oktober, das Richtfest des Volksbad-Turms gefeiert.
„Der Volksbad-Turm ist Zeichen für die große Liebe der Nürnbergerinnen und Nürnberger zu ihrem Volksbad“, sagte auch Peter Ottmann, Geschäftsführer der NürnbergMesse, die die Turmspitze gesponsert hat. „Das Bad ist nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern auch notwendig“, ergänzte König. Es sei ein wichtiges Element der Stadtreparatur, Stadtentwicklung und Versorgung der größer werdenden Stadtgesellschaft mit Wasserflächen. „Ich freue mich auf dieses Schmuckstück europäischer Bäderkultur.“
Der neue Turm ist sogar höher als die ursprüngliche Spitze
Die Kosten für den Wiederaufbau von 1,7 Millionen Euro wurden durch Spenden Nürnberger Unternehmen und Spenden der Bürgerschaft sowie durch eine Förderung der Regierung von Mittelfranken gedeckt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Nürnberg. „Der Turm ist nun mit 38 Metern um ganze 15 Meter höher als nach der kriegsbedingten Zerstörung. Darin entsteht nun ein multifunktionaler Tagungs- und Veranstaltungsraum, der für Stadtteiltreffen oder ganz besondere Feiern zur Verfügung stehen wird“, erläuterte Vogel.
Und Vogel weiter: „Uns war ganz wichtig, dass die Wiederherstellung den städtischen Haushalt nicht belastet. Und das haben wir mit Spenden und Förderung erreicht“. Sein Dank ging damit an die NürnbergMesse, die neben vielen anderen Geldgebern maßgeblich zum Erfolg beigetragen habe.
Dies sei als Reminiszenz an die Heimatstadt zu verstehen, sagt Ottmann. „Orte wie das Volksbad mit seinem außergewöhnlichen Veranstaltungsraum sorgen für Begegnungen und neue Möglichkeiten – so wie wir als Messegesellschaft auch!“
Der Turm mit seinen beiden Wassertanks war zur Eröffnung des Volksbads 1914 wichtiger Bestandteil des Bads. Er setzte zudem einen Startpunkt der Rothenburger Straße am Plärrer und war architektonisch an die runden Haupttürme der Nürnberger Stadtmauer angelehnt. Im 2. Weltkrieg wurde er zerstört, nur der Rumpf wurde später instandgesetzt.
Neues Wahrzeichen mit Aufwertung des Umfeldes
Der wiedererrichtete Turm macht das Bad von weitem sichtbar und zu einem prägenden Element im Stadtbild. Beim Richtfest war man sich einig: Er steht für die städteplanerische Adressbildung, die das Volksbad für Gostenhof bewirken soll, und unterstützt die Aufwertung des gesamten Umfelds. Gleichzeitig gewinne Nürnberg damit nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen zurück, sondern auch einen lebendigen Ort für Begegnung und Gemeinschaft.


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