Auerbach - Zweiter Bürgermeister Norbert Gradl kritisierte die CSU bei der SPD-Versammlung in Auerbach scharf. Im Fokus standen aber auch aktuelle Auerbacher Themen wie der Bau von Rewe und DM am Ortseingang und die wirtschaftlichen Herausforderungen bei ZF.
04.10.2025 09:00 Uhr

Mit klaren Worten hat 2. Bürgermeister Norbert Gradl (SPD) auf der Mitgliederversammlung der SPD aktuelle Entwicklungen in der Stadt sowie die Situation des größten Arbeitgebers ZF eingeordnet. Dabei sparte er nicht mit Kritik an der CSU und Ministerpräsident Markus Söder.

Zunächst verwies Gradl auf die zahlreichen Investitionen in Auerbach. Auf dem Dornisch-Gelände entstehen derzeit ein Rewe- und ein DM-Markt – ein „echter Gewinn für die Bevölkerung“, so Gradl, auch wenn es im Vorfeld viele Zweifler gegeben habe. Dass die CSU-Bürgermeisterkandidatin das Projekt verhindern wollte, sei für ihn unverständlich: „Offenbar ist der Bestandsschutz für bestehende Märkte für sie wichtiger als das Gemeinwohl.“

Weitere Beispiele seien die Erweiterung des Nettomarkts, die Investitionen von Regens Wagner auf dem Kunz-Gelände und im Kloster Michelfeld, die geplanten Maßnahmen im Jakobushof sowie der Investorenwettbewerb für die vitale Vorstadt. All diese Projekte würden Auerbach stärken und lebenswerter machen, teilt Vorsitzender Peter Danninger in einer Pressemeldung mit. Sorge bereite jedoch die aktuelle Lage bei ZF. Zwar habe sich der Konzern frühzeitig auf Elektromobilität vorbereitet, durch Überkapazitäten und teure Übernahmen gerate das Unternehmen aber unter Druck. Gradl machte deutlich: „Die Entscheidung für die E-Mobilität war richtig. Bei Zuwachsraten von weltweit 40% p.a. ist der Trend ungebrochen und unaufhaltsam.“

Kritik übte er an der CSU-Spitze: „Wenn Ministerpräsident Söder die EU-Entscheidung für ein Verbrenner-Aus ab 2035 wieder infrage stellt, ist das Gift für die Wirtschaft. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit.“ Mit deutlicher Spitze fügte Gradl hinzu: „Vielleicht sollte sich Herr Söder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren – etwa Bratwürste essen oder neue Döner-Marken kreieren.“ Auch erinnerte er an das ständige Hin und Her der Union beim Atomausstieg. Als Christ könne er dazu nur sagen: „Oh Herr, verzeih der CSU, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Mit Blick auf den Führungswechsel an der ZF-Spitze äußerte Gradl abschließend die Hoffnung, dass damit ein klares Bekenntnis zur E-Mobilität verbunden sei – und damit auch eine gute Entscheidung für den Standort Auerbach.

Neuwahlen bei der SPD Auerbach: Kompletter Vorstand wurde im Amt bestätigt

Mit einem eindrucksvollen Vertrauensbeweis hat die SPD Auerbach auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung den gesamten Vorstand im Amt bestätigt. Alle Vorstandsmitglieder erhielten die volle Unterstützung der 39 anwesenden Mitglieder – ein klares Signal für Geschlossenheit und Entschlossenheit im Hinblick auf die anstehende Kommunalwahl. Zum Vorsitzenden wurde erneut der Stadt- und Kreisrat Peter Danninger gewählt. Ihm zur Seite stehen wie bisher Brigitte Bradl sowie 2. Bürgermeister Norbert Gradl als Stellvertreter. Auch Kassier Johannes Trenz erhielt volle Rückendeckung; seine Arbeit wurde als „einwandfrei“ hervorgehoben. Schriftführerin bleibt Denise Baumgärtel. Zum erweiterten Vorstand gehören weiterhin Kerstin Meisel, Franz Popp, Wolfgang Wiesent, Hans Voss, Toni Kantwerk, Anke Griesbeck, Kreisrätin Angelie Leißner, Thomas Pickel, Mario Rost, Bürgermeisterkandidat Felix Müller, Markus Baumgärtel, Felix Dötsch, Robert Klima, Anna-Lena Schertl, Hans Bauer und Harald Schmidt, Günter Sertl, Peter Raß und Mario Rost.

„Dieses Ergebnis zeigt, dass wir als SPD Auerbach geschlossen auftreten und gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte Vorsitzender Peter Danninger. Auch Bürgermeisterkandidat Felix Müller hob hervor, dass die SPD Auerbach am 14. Oktober zur Nominierungsversammlung in Degelsdorf ein starkes Team mit klaren Ideen vorstellen wird: „Wir haben die Fähigkeit und Entschlossenheit, die Zukunft unserer Stadt aktiv zu gestalten und den Bürgerinnen und Bürgern ein überzeugendes Angebot zu machen.“ Mit diesem einstimmigen Votum sieht sich die SPD Auerbach bestens aufgestellt, um mit Geschlossenheit und Tatkraft in die kommenden Monate zu gehen und die Weichen für eine erfolgreiche Kommunalwahl zu stellen.


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