Berlin - Berlin ist eine der angesagtesten Metropolen der Welt. Einer, der immer dort sein darf, ist NN-Hauptstadtkorrespondent Harald Baumer. Hier führt er Sie an seine ganz persönlichen Lieblingsorte - heute in eine außergewöhnliche Kapelle.
07.10.2025 12:06 Uhr

Kirche und Fußball, beten und Tore schießen - das dürfte für viele auf Anhieb nicht zusammenpassen. Doch im knapp 75.000 Menschen fassenden Berliner Olympiastadion wurde vor zwei Jahrzehnten genau diese Verbindung hergestellt: Hier gibt es - wie sonst nur an wenigen anderen Orten in Deutschland eine Stadionkapelle. Die liegt sehr prominent ganz nahe am Weg der Fußballer auf das Spielfeld. Auch Messi, Ronaldo und Zidane gingen hier schon vorbei.

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Ein Blick in das riesige Olympiastadion, in dem Fußballspiele, Leichtathletikwettbewerbe und Konzerte stattfinden. © Harald Baumer, VNP

Wenn sie gewollt hätten und die Zeit gehabt hätten, dann wären die Türen dieser Kapelle auch diesen Weltstars offen gestanden. Tatsächlich waren einige Spieler der deutschen Nationalelf bei der WM 2006 vor dem Viertelfinale gegen Argentinien hier. Das Spiel endete 4:2 im Elfmeterschießen für uns.

Der ovale Raum ist mit Blattgold ausgekleidet, auf den Wänden sind Bibelverse in 18 Sprachen notiert. Vor den Heimspielen von Hertha BSC finden hier kurze Andachten statt. Am Eingang zur Kapelle wird auf einer roten Wand das Matthäusevangelium zitiert: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“

Wie komme ich hin: Olympiastadion, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin. Die U-Bahn-Linie 2 führt direkt hierher (Station Olympia-Stadion). Die Kapelle ist nur bei Führungen zu besichtigen, die man vorher unter https://tickets.olympiastadion.berlin:// buchen muss.