Wittelshofen/Gunzenhausen - Schwierige Situation für die allfra GmbH mit der Saftmarke „hesselberger“: Nach der Insolvenz ihrer Partnermosterei Hohenloher Fruchtsäfte aus Schwäbisch Hall muss die Streuobstinitiative umplanen.
12.09.2025 08:43 Uhr

„Nein, die allfra GmbH ist nicht insolvent“, so Norbert Metz, Mitgeschäftsführer der Firma, die die „hesselberger“-Säfte verkauft, die in Franken so beliebt sind. Aber, so Metz in einer Pressemitteilung, die Regionalsaftinitiative hat durch die Insolvenz der Mosterei Hohenloher Fruchtsäfte den wichtigsten Verarbeitungs- und Logistikpartner verloren.

Die Verantwortlichen der allfra GmbH wurden am 19. August, nach mehreren Wochen der Hoffnung auf einen neuen Investor, über das definitive Ende ihrer Partnermosterei in Kenntnis gesetzt. Seit dem sollen sie viele Gespräche geführt und Mostereien besucht haben, um eine Alternative für die Verarbeitung von Streuobstfrüchten und die Herstellung von Produkten zu finden. Nach Aussage von Norbert Metz gestaltete es sich schwierig, einen gleichwertigen Partner zu finden. Für den Bund Naturschutz - einen wichtigen Partner der Streuobstinitiative - gab es keine Alternative und der Verbund sagte seine Obstankäufe für dieses Jahr ab.

Norbert Metz mit einer seiner gerahmten Fotografie
Norbert Metz, Mitgeschäftsführer der allfra GmbH. © George Arauner

In den nächsten Wochen und Monaten werde allfra jedoch mit neuen Partnern zusammenarbeiten und darauf setzen, dass die Veränderungen und eine Neuausrichtung gelingen werde.

„hesselberger“ wird nun Obst ankaufen müssen

„Hesselberger hat sich nach langem Ringen um neue Möglichkeiten und der guten anstehende Ernte von Streuobstfrüchten, nun doch entschlossen, Obst anzukaufen“, so Jutta Grießer, Mitgeschäftsführerin der allfra. In ihrer Pressemitteilung bittet die Frima alle Streuobstbesitzerinnen und -besitzer rund um den Hesselberg um Verständnis, dass aufgrund der beschriebenen Situation keine Terminkarten versendet wurden und der Ankauf nicht im üblichen Umfang stattfinden kann.

Nach Auskunft sind zwei Ankauftage an reduzierten Ankaufstellen geplant. Konkret werden folgende Termine und Ankaufstellen angeboten: Samstag, 27. September, an den Ankaufstellen Wassertrüdingen, Weiltingen, Sonnenhof bei Großlellenfeld und neu in Waizendorf (Ortsmitte, Firma Tremel) sowie am Samstag, 11. Oktober, an den Ankaufstellen Wassertrüdingen, Weiltingen, Dittenheim (Biogasanlage) und neu in Waizendorf (Ortsmitte, Firma Tremel).

Nach Auskunft der Firma werden an diesen Tagen nur erntefrische Äpfel unterschiedlichster Sorten und keine Birnen und Quitten angekauft. In Großlellenfeld findet der Ankauf nur am 27. September statt, in Dittenheim nur am 11. Oktober.

Allfra hofft, dass auch mit diesem reduzierten Angebot für den Obstankauf, viele Früchte aus Streuobstbeständen aus der Region um den Hesselberg in die Verwertung gelangen.


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