18.08.2025 10:13 Uhr

Bereits im Juli vor fünf Jahren hat der Parsberger Stadtrat zur Entschärfung des Bau- und Wohnungsmarktes den Aufstellungsbeschluss für das Misch- und allgemeine Wohngebiet Hackenhofen IV in der Nähe der Autobahn A 3 gefasst. Jetzt sind dort die Erschließungsmaßnahmen voll am Laufen.

Die Stadt Parsberg ist im Regionalplan der Region Regensburg zusammen mit Lupburg als Mittelzentrum ausgewiesen. Im Regionalplan wird für Parsberg die Stärkung als Standort für qualifizierte Arbeitsplätze, insbesondere im tertiären Sektor, als wichtiges Ziel benannt. Zur Umsetzung dieses Ziels ist die Ausweisung des Baugebiets erforderlich. Außerdem besteht in Parsberg eine erhebliche Nachfrage nach Wohnbauland. Wobei abzusehen ist, dass diese Nachfrage nicht nachlassen, sondern sich in den nächsten Jahren eher noch verstärken wird. Das manifestiert sich unter anderem in einem stetigen Bevölkerungszuwachs. Aus den genannten Gründen war unter anderem die Ausweisung des Baugebiets Hackenhofen IV erforderlich. Neben der Bereitstellung von Wohnbauland sollen auch Bauflächen für nicht wesentlich störendes Gewerbe geschaffen werden.

Circa 3,3 Hektar groß

Das Baugebiet liegt im Ortsteil Hackenhofen, östlich der bestehenden Wohnsiedlung und südlich des an die Autobahn A 3 angrenzenden Gewerbegebietes. Es umfasst die Flurnummer 798 der Gemarkung Hackenhofen und hat eine Fläche von circa 3,3 Hektar. Der größte Teil des Geltungsbereiches ist als Allgemeines Wohngebiet festgesetzt, ein kleinerer Teil als Mischgebiet. Das Baugebiet soll die Bebauung von 25 bis 30 Baugrundstücken mit unterschiedlichen Grundstücksgrößen ermöglichen. Jüngst hatte der Stadtrat die Planung, unter anderem aus Gründen der Flächenversiegelung, der Klimaverträglichkeit und der Kosteneinsparung, nochmals geändert. Die Breiten der künftigen Straßen im Erschließungsgebiet wurde verringert, um damit eine Vergrößerung der bebaubaren Fläche zu erreichen.

Im Baugebiet Hackenhofen IV sind die Erschließungs
Noch ist das Baugebiet Hackenhofen IV optisch eine Wüste. Hier werden aber in nächster Zukunft Straßen gebaut, Leitungen und Kanäle verlegt und ein Anschluss an die Gemeindeverbindungsstraße hergestellt. © Werner Sturm

Jetzt sind in dem Baugebiet die Bauleute und Baumaschinen der Firma Pusch-Bau aus Kinding am Werkeln. Straßen müssen gebaut, Wasserleitungen und Abwasserkanäle verlegt und die Voraussetzungen für weitere Infrastrukturmaßnahmen, etwa im Bereich der Glasfaserversorgung, geschaffen werden. Die Firma hat den Auftrag für die Erschließungsarbeiten zum Angebotspreis von etwas über 2,6 Millionen Euro bekommen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Mai 2026 über die Bühne gehen. Die Grundstücksverkäufe sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von der Zufahrt zur Firma Martin bis zur Einmündung in das neue Baugebiet soll bis Herbst dieses Jahres geplant und zur Förderung eingereicht sein. Die Baudurchführung ist im Frühjahr 2026 vorgesehen. Eine Baufreigabe für die Einfamilienhäuser kann voraussichtlich ab August 2026 erfolgen.