
Die Fotos, die das Tierheim am 16. August auf Facebook postet, machen betroffen: Da werden zwei Kaninchen in einem jämmerlichen Zustand gezeigt. Das Fell ist total verfilzt, die Krallen der Tiere viel zu lang.
Die Kaninchen „Rapunzel“ und „Flynn Rider“, wie sie vom Tierheim-Team gerufen werden, wurden in einem Karton am Fürther Wiesengrund gefunden. Das männliche Tier sei „zum Glück kastriert, aber viel zu dick, er kann sich nicht selber putzen und hatte zudem massiven Durchfall“, wie das Tierheim berichtet.
Beide sind von Parasiten befallen, dagegen werden sie jetzt behandelt. Eine Mitarbeiterin habe laut Tierheim über eine Stunde gebraucht, um die Kaninchen von ihrem verfilzten Fell, den zu langen Krallen und den Kot-Klumpen zu befreien. Dazu heißt es in dem emotionalen Post: „Wir schreiben jetzt nicht, was wir denken. Auch Kleintiere haben Bedürfnisse und kosten Geld! Leider werden diese noch komplett unterschätzt in der Haltung und in ihren Anforderungen.“
Das Tierheim schreibt weiter: „Informiert euch vorher, ob ihr den Platz, die Zeit und das nötige Kleingeld habt. Kleintiere leiden stumm, also müssen wir ihnen eine Stimme geben!“
Der Notdienst vom Tierheim ist täglich unterwegs, um Fundtiere und verwahrloste Tiere zu holen. Der Aufwand ist riesig und kostenintensiv. Deswegen ist das Tierheim auf Unterstützung angewiesen - etwa über die Spendenhotline 0900/111 0 116 (5 Euro pro Anruf für das Tierheim, nur aus dem deutschen Festnetz). Auf der Seite des Tierheims gibt es weitere Informationen.


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