
Am Donnerstagvormittag kontrollierte eine Streife der Verkehrspolizei Bayreuth einen Großraumtransport an der Anschlussstelle Bayreuth Süd. Das Gespann war zuvor auf der A9 in Richtung Berlin unterwegs. Geladen war ein Mähdrescher, der von Spanien nach Polen transportiert werden sollte. Da der Transport laut Polizeibericht die gesetzlich erlaubten Abmaße überschritt, wurde eine Ausnahmegenehmigung für die Strecke in Deutschland vorgezeigt.
Bei einer Vermessung stellten die Beamten der Schwerverkehrs- und Gefahrgut-Gruppe jedoch fest, dass die genehmigte Überbreite nicht eingehalten wurde. Der Mähdrescher war nochmals knappe 20 Zentimeter breiter. Auch konnte der Fahrer aus Polen seine Genehmigung nicht lesen, da er der deutschen Sprache nicht mächtig war. Dies wird jedoch gefordert, um die jeweiligen Anordnungen bei der Fahrt einzuhalten.
Bis zu 16 Stunden am Stück gefahren
Die Weiterfahrt wurde daher untersagt. Die polnische Transportfirma muss sich für die Weiterfahrt nun erst eine neue Genehmigung ausstellen lassen und eine sachkundige Person hinzuziehen, welche den Bescheid während der Fahrt umsetzen kann. In der Regel wird dies mit einem Begleitfahrzeug gewährleistet.
Eine Auswertung der Fahrerkarte des 45-jährigen Fahrers ergab, dass dieser in den letzten Wochen vereinzelt bis zu 16 Stunden am Stück ohne Pause unterwegs war. Für die Lenkzeitverstöße wurde von ihm eine Sicherheitsleistung von 1200 Euro einbehalten. Gegen die Firma ergeht gesondert ein Bußgeldbescheid. Diese muss ihre Fahrer so disponieren, dass regelkonform gefahren werden kann.
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