
Probleme mit Taschendieben gibt es leider bei Festivals immer wieder. Doch zwei Fälle vom Taubertal 2025, von denen ein Sprecher der Polizei Rothenburg berichtet, sind schon außergewöhnlich. Es geht dabei um ein ganzes, auf einem Wagen montiertes Dachzelt sowie um Bargeld aus Zelten am Campingplatz Berg.
Wohl Profis am Werk waren in der Nacht zum Freitag auf dem P2-Parkplatz des Taubertal Festivals, am Campingplatz Berg. Dort hatte eine 29 Jahre alte Frau ihren Kleinwagen abgestellt und wollte in ihrem auf dem Dach des Fahrzeugs montierten Zelt schlafen.
Am Freitagmorgen dann der Schock: Das Zelt war laut dem Polizeisprecher „fachmännisch von der Dachreling des Fahrzeugs abmontiert“ worden. Danach nahmen die Diebe ihre Beute unbemerkt mit.
Taubertal 2025: Die Besitzerin des geklauten Dachzelts schlief in einem Wohnmobil
Möglich war dieser Diebstahl, da die 29-Jährige in dieser Nacht noch nicht in ihrem Dachzelt geschlafen hatte, sondern ein Bett in einem Wohnmobil einer Freundin genutzt hatte. Das Dachzelt sollte ab der zweiten Nacht ihr Schlafplatz sein.
Der Wert des Dachzelts wird auf etwa 2600 Euro geschätzt. Experten der Polizei sicherten DNA-Spuren am Tatort. Die Ermittler hoffen nun auf Zeugen, die Hinweise auf den oder die Diebe geben können.
Polizisten in Zivil haben in der Nacht zum Samstag einen weiteren Kriminellen am Campingplatz am Berg auf frischer Tat ertappt. Gegen 3.50 Uhr wurde ein 48 Jahre alter Mann festgenommen.
Die Beamten hatten den Mann dabei beobachtet, wie er „in mehrere Zelte leuchtete und sich an einem fremden Zelt zu schaffen machte“, erklärt der Polizeisprecher. Als sich die Ermittler zu erkennen gaben, versuchte der 48-Jährige zu flüchten, wurde aber gestoppt. Auf der Flucht versuchte der Mann, seine Beute wegzuwerfen, doch dies entging den Polizisten nicht.
Weggeworfen hatte er eine Socke, in welche er mehr als 1000 Euro gestopft hatte. Die Polizei geht davon aus, dass das Bargeld seine Beute von Diebstählen aus mehreren Zelten war. Der Verdächtige wurde zur Polizei-Dienststelle gebracht, musste nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Ein Strafverfahren wurde eröffnet.
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