
Seit 92 Jahren läuft der alte Diesel-Motor des Deutz MTZ 320 - so soll es auch am Samstag, 9. August, und Sonntag, 10. August 2025, sein, wenn der historische Traktor mit rund 500 weiteren im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim zu bestaunen sein wird. Es ist wieder Oldtimer-Schlepper-Treffen - und die Veranstalter hoffen erneut auf mindestens 6000 Besucherinnen und Besucher wie beim jüngsten Event dieser Art.
„Es sind Raritäten unter Raritäten“, die zu sehen sein werden, verrät Christine Berger, Pressesprecherin des Freilandmuseums. Der Deutz MTZ 320 - Baujahr 1933 - gilt dabei als „besonders widerstandsfähiges Exemplar“ und gehöre zu den ältesten Fahrzeugen der Oldtimer-Schau. Die jüngsten Traktoren seien im Jahr 1969 gebaut worden, erklärt Berger. „Vertreten sind eine Vielzahl von Fabrikaten mit klangvollen Serien- und Modellnamen von Tiger über Dieselross bis hin zu Panther.“
Seit der Premiere im August 2003 hat sich das Oldtimer-Schlepper-Treffen im Freilandmuseum zu einem echten Highlight für Bulldog-Liebhaber entwickelt. Die Organisation liegt dabei traditionell in den Händen der Schlepper- und Landmaschinenfreunde Tauberfranken sowie der Freilandmuseums-Verantwortlichen um Verwaltungschef Reinhold Werner. Jahr für Jahr sei die Veranstaltung gewachsen, auch an Beliebtheit, erzählt Xaver Schützenmeier, Vorsitzender der Schlepper- und Landmaschinenfreunde: Regelmäßig hätten auch Teilnehmende aus Norddeutschland und Tirol begrüßt werden können.
Das Event sei so besonders, weil sich viele der Schlepper-Besitzer auf den Austausch untereinander freuen. Die Anreise meistern einige dabei sogar auf ihren Schleppern selbst - oder eben mit dem „besten Stück“ auf einem Anhänger. „Man freut sich aufeinander“, erzählt Schützenmeier, der mit einem Eicher E22, Baujahr 1940 zum Schleppertreffen anrollen wird. Auch dieser Bulldog ist ziemlich speziell, wird die Zahl der verbliebenen Exemplare von ihm selbst auf noch „ein paar hundert“ geschätzt. Doch der E22 sei ein gutes Beispiel, um die frühen Entwicklungen landwirtschaftlicher Zugmaschinen aufzuzeigen.
Das Highlight an beiden Tagen ist jeweils der große Fahrzeugkorso durch das Freilandmuseum. Zunächst stellen sich mehr als 500 Schlepper dazu auf und rollen dann ab 14 Uhr los. Ab 15 Uhr werden Samstag und Sonntag auf dem Dorfplatz des Freilandmuseums einige ausgewählte Fahrzeuge mit ihren jeweiligen Besonderheiten vorgestellt, erklärt Christine Berger. Zwischen 15 und 17 Uhr seien Traktoren auf den Museumsfeldern im Einsatz und am Sonntag ist ab 10.15 Uhr eine ökumenische Andacht auf dem Museumshügel geplant.
Die Infos zum Oldtimer-Schlepper-Treffen im Überblick:
Eintritt
Es gilt der „normale“ Eintritt für das Freilandmuseum.
Erwachsene: 9 Euro
Kinder unter 6 Jahren: frei
Ermäßigter Eintritt
6 Euro für Schulkinder, Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienste und Schwerbehinderte.
8 Euro bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gegen Vorlage des Tickets sowie für Kurgäste
Familien
2 Erwachsene und minderjährige Kinder: 21 Euro
1 Erwachsener und minderjährige Kinder: 12 Euro
Parken
Kostenfreie Parkplätze für Autos und Busse sind in ausreichender Zahl vorhanden - am Museumsparkplatz am Bernhard-Bickert-Weg sowie am Friedhof und Freibad.
Diese Route wird gefahren
Die Oldtimer-Schlepper starten am Samstag und Sonntag im Fahrzeugkorso zu ihrer großen Museumsrunde am Dorfplatz der Baugruppe West - Mainfranken-Frankenhöhe. Ab 14 Uhr geht es von dort Richtung Süden, also Richtung Eingangsbereich und ab da zur Baugruppe Ost (Museumsbauernhof). Gefahren wird ein Rundkurs, wobei keine Wege doppelt gefahren werden. Gute Plätze für Schlepper-Liebhaber sind daher der Dorfplatz selbst, der Biergarten des Wirtshauses Zur Krone am Eingang, der Weg Richtung Museumsbauernhof oder nördlich der Baugruppe Mittelalter, am Badhaus.


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