
Bei der Kommunalwahl 2026 wird sich in der Region Bamberg auf jeden Fall etwas verändern: Denn sowohl Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD), der seit 20 Jahren an der Spitze der Weltkulturerbe-Stadt steht, als auch Johann Kalb (CSU), seit zwölf Jahren Landrat des Landkreises Bamberg, werden nicht mehr kandidieren. Der Weg ist frei für neue Gesichter.
Kommunalwahl 2026: Wer tritt zur Wahl des Oberbürgermeisters von Bamberg an?
Sebastian Niedermaier ist seit 2014 Mitglied des Bamberger Stadtrats und tritt für die SPD als Oberbürgermeister-Kandidat an. Für seine Partei fungiert der 37-jährige Biogärtner unter anderem als Fraktionssprecher für den Mobilitätssenat. Seine Themen sieht er in „nachhaltiger Stadtentwicklung, sozialer Integration und in der Stärkung lokaler Traditionen“.
Für die CSU ist es Melanie Huml, die ihren Hut in den Ring wirft. Die ehemalige bayerische Umweltministerin (Jahrgang 1975) will Bamberg „in Ordnung bringen, zusammenbringen, voranbringen“. Die Stadt brauche eine Stadtspitze, „die hinhört, entscheidet und handelt – und eine Verwaltung, die nicht nach Hindernissen sucht, sondern nach der besten Lösung.“
Ebenfalls ins Rennen geht Bambergs zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. Er stehe für einen Kurs der Mitte, der „im Interesse einer lebenswerten Stadt Ökologie und Ökonomie nicht gegeneinander ausspielt, sondern vernünftige Lösungen im Sinne der Menschen sucht“, sagt der Grünen-Politiker. Glüsenkamp (Jahrgang 1988) war beim letzten Mal in der Stichwahl um den Rathaus-Sessel gegen Amtsinhaber Andreas Starke angetreten – und unterlegen.
Für die Freien Wähler geht Stadtratsmitglied Claudia John ins Rennen, für die FDP Ralf Stöcklein. Die Europapartei Volt hat ihren Stadtrat Hans-Günter Brünker (Jahrgang 1967) als Oberbürgermeister-Kandidaten nominiert, die Linke den Brauer Johannes Frey. Ebenfalls tritt - für „Bambergs Mitte“ der Elektronikunternehmer Jürgen Weichlein an.
Kommunalwahl 2026: Wer kandidiert um den Posten des Landrats des Landkreises Bamberg?
Johannes Maciejonczyk (CSU) ist Bürgermeister der Gemeinde Burgebrach - und seit Anfang Mai 2025 steht fest: Der 43-Jährige möchte Landrat des Landkreises Bamberg werden. Seit 2020 ist er schon stellvertretender Landrat. Laut eigener Aussagen will er besonders die Themen „Wirtschaft, Bildung und eine bürgerfreundliche Verwaltung“ in den Fokus rücken.
Für die Grünen geht Thomas Ochs (Jahrgang 1973) aus Kemmern ins Rennen: Der selbstständige Gitarrenbauer wurde im Juni 2025 von seiner Partei nominiert. Für ihn stehen „Klimaschutz, Mobilität und endlich die Errichtung eines Nationalparks Steigerwald“ auf der Agenda, sagt er.
Ein weiterer Landrats-Stellvertreter, der nun Chef werden will, ist Bruno Kellner aus Rattelsdorf (Jahrgang 1956). Ihn schicken die Freien Wähler ins Rennen. Die AfD setzt im Landkreis Bamberg auf Florian Köhler (Jahrgang 1994)aus Geisfeld bei Strullendorf. Der Hufschmied sitzt bereits im Landtag. Die Linke hat den Schulhausmeister Graf Alexander (Jahrgang 1995) aus Burgebrach nominiert.
Die Kommunalwahlen in Bayern finden am 8. März 2026 statt.
Der Artikel wurde aktualisiert.
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