
Am Sonntag steht für die Schwestern Ramona und Sabrina Branner, gebürtige Meckenhausenerinnen, ein besonderer Moment bevor: Sie treten als Landkreis-Starterinnen beim Challenge Roth in der Langdistanz an, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.
Der Triathlon begleitet die beiden seit ihrer Kindheit. Bereits das erste Juli-Wochenende war für die Schwestern ein festes Ereignis, ob als Zuschauerinnen, Helferinnen oder 2019 als Starterinnen einer Geschwister-Staffel. Ihre sportliche Laufbahn begann jedoch nicht im Triathlon. In seiner Jugend spielte das Duo beim TSV Mörsdorf Fußball, entdeckte aber schnell die Freude am Laufen.
Dies führte u zahlreichen Straßenläufen, von fünf Kilometern bis zum Marathon. Die Erfahrung reichte den ambitionierten Schwestern nicht, weshalb sie bei Bergläufen neue Herausforderungen suchten. „Wenn du die Berge vor der Haustür hast, dann bleibt dir fast nichts anderes übrig, als nach oben zu joggen“, erklärt die 31-jährige Sabrina, die im Allgäu lebt und arbeitet. Ramona, ein Jahr jünger, praktiziert als Ärztin in der Schweiz. Beide teilen das Motto „je höher und weiter, desto besser“ – und so gehörte im letzten Jahr ein Ultratrail fest in ihr Programm.
Bruder besorgte Rennräder
Das Radfahren kam während der Coronazeit hinzu, unterstützt vom großen Bruder, der passende Rennräder besorgte. Gemeinsam erkundeten die Geschwister die Alpenpässe, während die Eltern oft erst im Nachhinein von ihren Abenteuern erfuhren. Die Teilnahme am Triathlon in ihrer Heimat war ein im letzten Jahr gefasster Entschluss. Doch Schwimmen war bisher nicht ihre Stärke. Ungeachtet dessen nahmen sie die Herausforderung an: „Die 3,8 Kilometer Schwimmen meistern wir auch irgendwie, zur Not mit Brustschwimmen“.
Ihre aktuelle Erwartung ist es, die sportliche Atmosphäre zu genießen, den Moment des Wechsels von der Schwimm- zur Radstrecke zu erleben und mit einem Lächeln ins Stadion zu laufen. Der Wettkampfgedanke ist weniger entscheidend als der Spaß am Mitmachen, besonders bei einem der größten Sportevents im Landkreis Roth. Als Amateur-Sportlerinnen möchten die Schwestern zeigen, dass solch eine Herausforderung ohne Trainer oder Verein zu bewältigen ist. „Wir erleben häufig, dass sich vor allem junge Frauen weniger zutrauen“. Ihre Message: Mit Mut, Disziplin und natürlich Spaß am Sport kann jede Frau eine Langdistanz schaffen.
Zudem setzen sie mit ihrer Teilnahme ein Zeichen gegen Gewalt und für Solidarität. Vor diesem Hintergrund starteten sie eine Fundraising-Kampagne, „Mission452km-Triathlon fürs Frauenhaus Schwabach“, um 4520 Euro für das Frauenhaus zu sammeln. Diese Einrichtung bietet Frauen in Not Schutz und Hilfe. Das Spendenziel entspricht zehn Euro pro Kilometer, den eine der Schwestern zurücklegt, weitere Spenden sind willkommen. Bereits über 600 Euro sind auf Instagram unter #452kmMission und #BrannerSisters gesammelt worden.
Das Frauenhaus Schwabach zeigt sich äußerst angetan von der Aktion und freut sich über jede Unterstützung. Spenden können über die Plattform goodcrowd.org unter dem Stichwort mission452km-triathlon-fuers-frauenhaus-schwabach getätigt werden oder direkt auf eines der Konten des Frauenhauses Schwabach.
Information: Die Bankverbindungen: Sparkasse Mittelfranken Süd IBAN: DE69 7645 0000 0000 0733 04, BIC: BYLADEM1SRS und VR-Bank Mittelfranken Mitte eG IBAN: DE18 7656 0060 0107 8700 00, BIC: GENODEF1ANS
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